The National – Sleep Well Beast

8. September 2017 um 10:30 von Jörg Tresp | about albums | Kein Kommentar

Ich war bestimmt nie ein großer Fan dieser Band, aber irgendwie wollte ich sie immer ein Stück weit mögen, denn unsympathisch sind sie ja nicht.

Obwohl diese latente Düsternis habe ich schon immer an ihnen gemocht und so eröffnet der Opener ‚Nobody Else Will Be There‘ das Album auch gebührend. Was ich nie so ganz an ihnen mochte, ist zum einen die „latente“ Schwäche im Songwriting, denn vieles klingt ziemlich gleich und so hätte ‚Day I Die‘ auf jedem ihrer Alben sein können.

Zum anderen stehe ich Bands, bei denen der Sänger keinen Song schreibt, immer irgendwie skeptisch gegenüber, denn irgendwie erscheint mir die Inbrunst, mit der Frontmänner diese Songs dann umsetzen zum Teil etwas aufgesetzt und wenig authentisch. Die Gitarren klingen wie U2 in den 80er Jahren und die habe ich ja schon immer gehasst und natürlich verschließen sie sich auch vermeintlich moderneren , elektronischen Elementen nicht, wer macht das heute schon?

Irgendwie kann ich auch nicht behaupten, dass die knapp 60 Minuten wie im Flug vergehen und Kurzweiligkeit mag nicht die Intension dieses NYer Quintetts sein, was völlig fein ist, wenn mir nur nicht immer wieder die Füsse einschlafen würden, denn die Songs sind einfach nur Durchschnitt, auch wenn mir die Atmosphäre ihrer Musik schon latent (schon wieder) gefällt und darin erinnern sie mich an Nick Cave, denn bei ihm geht es mir exakt genau so.

Natürlich ist es schön, wenn ‚Carin At The Liquor Store‘ mit herrlich unprätentiösem Piano daher kommt und sie haben es wirklich drauf, Songs zu schreiben, die sich gar nicht aufdrängen wollen und so gehört dieser kleine Song zu den besten, auch weil sie jegliche Soundspielereien einfach mal sein lassen, was ihnen gut steht und für die Zukunft sollten sie das öfter machen, denn für Sounds haben sie ja alle noch ihre Nebenprojekte.

Es tut mir ein bisschen leid, dass ich auch dem neuen Album von The National nicht so richtig viel abgewinnen kann, aber für mich sind und bleiben sie die Sisters of Mercy des Indie-Rocks. (4AD)

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