The Low Anthem – The Salt Doll Went To Measure The Depht Of The Sea

23. März 2018 um 10:00 von Jörg Tresp | about albums | Kein Kommentar

Schon mit ihrem letzten Album hatten sie mich verloren, aber mit Ignoranz wollte ich sie dann doch nicht strafen – zurecht?

 

Was waren „Oh My God, Charlie Darwin“ (2009) und „Smart Flesh“ (2011) doch für tolle Alben und wir gerne habe ich die Band live gesehen? Davon war mit dem letzten Album vor knapp zwei Jahren dann leider Schluß und das galt leider auch für die Live-Perfomance, bei der man das Gefühl nicht los wurde, dass sie nur noch für sich und wie im Studio agieren. Muss ja nichts schlechtes sein, war es in ihrem Fall aber.

Nun also das vierte Album „The Salt Doll Went To Measure The Depht Of The Sea“ und so ein ganz kleines bisschen scheinen die „alten“ Zeiten zurück und die schon etwas sinnlose Experimentierfreude des letzten Albums relativiert.

So deuten sie an, dass sie noch immer prima Songs schreiben können und der gehauchte Gesang ist noch immer herrlich unprätentiös, aber irgendwie lasse ich mich nicht so einfach versöhnen. Schon der Opener meint es recht gut und spätestens bei ‚Give My Body Back‘ lässt sich mein Wohlwollen kaum noch steigern, doch schon hier gibt es einen Wermutstropfen, der sich durch das gesamte Album zieht. Die Songs sind einfach zu kurz! Nach etwa zwei Minuten ist meistens Schluß und das ist gerade bei besagtem Song, aber nicht nur da, durchaus schade.

‚Drowsy Dowsing Dolls‘ ist da mit knapp über drei Minuten schon der zweitlängste Song, aber natürlich möchte ich die Songs nicht nur nach ihrer Länge bewerten, aber atmosphärisch ist das schon auch ziemlich gut und man kann sich vorstellen, wie sie im Studio getüftelt haben, denn dem Zufall ist hier wirklich nichts überlassen.

Mit dem folgenden ‚The Krill…‘ stellt sich dann aber doch latent die Beliebigkeit des Vorgängers wieder ein und da bin ich wiederum froh, dass der Song so kurz ist, aber ‚Gondwanaland‘ ist dann wiederum an Zerbrechlichkeit und Schönheit kaum zu überbieten und überhaupt ist es diese Zartheit, die The Low Anthem auszeichnet und die so rar ist in einer lauten Welt wie der unseren.

Album Nummer fünf trägt sicherlich zu einer gewissen Versöhnung bei, aber ich kann nicht sagen, dass sie mich damit restlos überzeugt und zurück gewonnen haben, aber zumindest haben sie bei mir zu einer gewissen Öffnung bei getragen und ich bin gespannt, wie es weiter geht. (Joyful Noise Recordings)

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