Mount Eerie – A Crow Looked At Me

29. September 2017 um 9:00 von Jörg Tresp | about albums | Kein Kommentar

Seit etwa 20 Jahren macht Phil Elverum Alben unter dem Namen Mount Eerie und wer bisher noch nichts von ihm gehört hat, sollte sich nicht gleich wieder hin legen.

Schließlich musste es Herbst werden, dass ich über dieses traurige, intime Album ein paar Worte verlieren konnte, war ich doch im Sommer gegenüber seinem Haus in Anacortes, Washington und habe viel über seine Leidenszeit erfahren. Im letzten Jahr starb seine Frau und die Künstlerin Geneviève Castrée an Bauchspeicheldrüsenkrebs und ließ ihn und seine anderthalb-jährige Tochter allein zurück.

Das ist an Traurigkeit schon nur schwer zu überbieten und ob jeder diese Traurigkeit nun in Form eines Albums ertragen kann, sei mal dahin gestellt, aber für Elverum gab es kein anderes Mittel, um diese Trauer zu verarbeiten. Es geht hier nicht um Songs, sondern um 11 Kleinode der Trauer und Melancholie – klar könnte man hier musikalische Vergleiche zu Songs:Ohia und Jason Molina sowie Mark Kozolek ziehen, aber das eigentlich Schaffen von Mount Eerie über die letzten Jahre ist ein ganzes Stück progressiver und experimenteller.

Natürlich könnte ich hier jetzt viele, an Traurigkeit nicht zu überbietende, Textzeilen zitieren, aber es wären nicht meine Worte und dieses Werk gebietet ein großes Stück Respekt. Vielleicht eines der intimsten und traurigsten Alben aller Zeiten und sicher nicht für fröhliche Gemüter geeignet, aber jeder trauert irgendwann und deswegen möchte ich euch dieses unglaublich persönliche Werk ans Herz legen.

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