Mauno – Tuning

1. Dezember 2017 um 9:00 von Jörg Tresp | about albums | Kein Kommentar

Hier kommt eine der neuen „Hipster“-Bands aus dem Osten Kanadas, die ich schon drei Mal live gesehen habe…

Das Quartett kommt aus Halifax, Nova Scotia und legt nun in kürzester Zeit gleich mal das zweite Album „Tuning“ vor. Dabei erschien doch vor gar nicht so langer Zeit ihr Debüt „Rough Master“, welches ein paar veritable, kleine Hits zu bieten hatte. Na gut, dieser Output relativiert sich etwas, denn dieses umfasste knapp 20 Minuten und da ist das neue Werk schon mal gut 50% (!) länger und diese halbe Stunde kommt bei 14 Songs recht kurzweilig daher – schlimm, wenn nicht, oder?

In guten Momenten sind Mauno wirklich ein guter neuer Freund, der hier und da an die Landsmänner von Wolf Parade oder gar an die NYer Man Man erinnert, allerdings haben sie nicht die Fähigkeit, diese guten Momente über einen ganzen Song oder gar eine ganzes Album zu retten. Vielmehr möchten sie total eklektisch sein und wenn sie nicht immer diese genialen Momente wie in ‚Keys‘ hätten, könnten sie auch eine Berliner Band sein, aber sie können halt mehr und da ist es schade, dass sie große Songs nur andeuten mögen oder dass einiges wie ‚Other Bad‘ zu biederem Easy Listening verkommt.

Sänger & Gitarrist Nick Everett wirkt auch live so herrlich verhuscht, so dass man sich fragt, ist er so verpeilt oder spielt er diese Rolle nur recht souverän, sein Gesang auf jeden Fall ist viel, viel cooler als der von Bassistin Eliza Niemi, die aber live schön in den Fokus gerückt wird.

Klar könnte man diese Band und ihr neues Album als zwischen Genie & Wahnsinn changierendes Talent bezeichnen, aber ganz so toll finde ich sie dann doch wieder nicht, da vieles ein Stück zu sehr aufgesetzt wirkt. ‚How Long‘ ist dann zwar schon wieder eher Genie, aber irgendwie ärgert mich ihre Attitüde nach drei Live-Shows, u.a. als Opener für den großartigen Chad van Gaalen, zu sehr und sowohl live als auch hier plätschert vieles nur so daher, d.h. etwas mehr Konzentration und weniger Konzept täte Mauno sicher ganz gut, denn sie haben schon spannendes Potential. (The Angel Records)

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