Kevin Morby – City Music

25. August 2017 um 8:00 von Jörg Tresp | about albums | Kein Kommentar

Wie würde das Album nach dem grandiosen „Singing Saw“ klingen? Ist es nicht etwas ungerecht, immer mit Vergleichen um die Ecke zu kommen?

Vielleicht schon, aber es liegt in der menschlichen Natur und somit auch in meiner und nachdem der Vorgänger zu unseren liebsten Alben des letzten Jahres zählte, versuchen wir uns dem neuen „City Music“ möglichst vorsichtig zu nähern.

Ähnlich vorsichtig kommt dann auch der Opener ‚Come To Me Now‘ daher und ich habe Kevin Morby mit seiner Präsenz, seiner Stimme und seinen Songs einfach zu lieben gelernt, so dass ich jetzt natürlich nicht gleich meine Loyalitätskeule ins Feld schmeiße, sondern mich mit den Dingen, die da Songs heißen, beschäftige.

So sticht wieder und vor allem die Selbstverständlichkeit des Ex-Woods-Bassisten heraus, denn die Songs wirken erneut wie aus einem Guss und so viel mehr Zeit hatte er ja auch nicht, denn wenige Musiker waren in den letzten zwei Jahren mehr auf Tour und da er meistens in Städten gespielt hat, ist „City Music“ eben da entstanden. Vielleicht ist die Anmutung dadurch latent unentspannter – wieder der Vergleich – aber ich würde mich trotzdem freuen, wenn Morby ab jetzt jedes Jahr ein Album macht, denn er hat es einfach drauf und wenn es nicht mehr zu sagen gibt, ist ein Song wie ‚1234‘ nach weniger als zwei Minuten halt auch mal vorbei.

Fakt ist, dass die Songs einen nicht so anspringen und der Titeltrack mag da als gutes Beispiel herhalten, denn hier lässt er sich wirklich alle Zeit der Welt und setzt dem vermeintlich stressigen Stadtleben seine eigenwillige Langsamkeit entgegen, weshalb „City Music“ sicher kein schlechtes Rezept ist, um wieder runter zu kommen. (Dead Oceans)

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