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Veröffentlichung: 22. August


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Neue Bands - entdeckt beim SXSW-Festival Part III - The Henry Clay People



Die dritte neue Band, die ich euch näher bringen möchte, habe ich beim diesjährigen SXSW in Austin eher zufällig gesehen, denn während der Umbaupause im großen Stubb’s BBQ spielten sie im kleinen Club, der für viele auf dem weg zu den Toiletten lag. Nicht gerade das beste Venue sollte man meinen und die Henry Clay People sahen dann auch entsprechend fertig aus, was aber laut Eigenaussage daran lag, dass es ihre fünfte Show des Tages war!
Trotz dieser etwas widrigen Umstände kann ich sie ohne Übertreibung zur spielfreudigsten Band des Festivals küren, was besonders am singenden & Gitarre spielenden Brüderpaar Andy und Joey lag. Auch wenn der allererste Eindruck wie der einer Schülerband auf hohem Niveau anmutet, stellt sich dann doch als weitaus mehr heraus, was besonders an ihrem ironischen Humor auf der Bühne und in den Texten liegt – schon ihr Debütalbum trägt den Titel “For Cheap Or For Free”. Allerdings haben sie es auch musikalisch drauf, denn ihr southern angehauchter College Rock rockt mal so richtig und bietet dabei noch ebensolche Melodien, die hier und da an die legendären The Presidents Of The United States Of America erinnern. Auch wenn die Chancen wohl eher schlecht stehen, The Henry Clay People bei uns mal live zu sehen, so sind sie nicht nur einen US-Trip wert, denn mein Lächeln auf dem Gesicht ist noch immer da.

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Neue Bands - entdeckt beim SXSW-Festival Part I - SURFER BLOOD



Wie es zur guten Einrichtung geworden ist, habe ich euch wieder ein paar neue Bands vom SXSW (=South by SouthWest)-Festival aus Austin (Texas) mitgebracht. Vier davon werde ich in den nächsten vier Wochen an dieser Stelle kurz vorstellen und mir dann bei dem einen oder anderen in ein paar Monaten oder gar Jahren auf die geschundenen Schultern klopfen, wenn sie GROSS geworden sind, denn verdient hätten sie es natürlich alle.
Den Anfang machen die “hoch gehandelten” Surfer Blood aus Florida, einem Bundesstaat, der bisher eher wenig bekannt war für gute Bands. Diese noch etwas pausbäckigen jungen Herren spielten dann beim SXSW 10 (!) Shows in vier Tagen und gelten völlig zurecht als eine der Entdeckungen des diesjährigen Festivals. Klar ist, dass sie die Surf-Gitarren der Beach Boys als ein Element haben, aber das ist bei einer Band aus West Palm Beach wohl nicht wirklich überraschend, oder?
Viel überraschender ist die Tatsache, dass sie nicht surfen und schon auf ihrem Debüt-Album “Astro Coast” unglaublich gute Melodien haben, auf denen man Wellenreiten könnte. Dieses erscheint bei uns zwar erst im Juni, aber live könnt ihr sie schon ein paar Tage früher, d.h. vom 22.-24.05. in Köln, Berlin und Hamburg, sehen. Da bringen sie dann ‘Swim’ mit, denn genau das ist schon jetzt mein Hit für den Sommer – auch wenn ‘Takie It Easy’ dem kaum nachsteht, aber Sommerhits kann man ja nicht genug haben…

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Fanfarlo - Prinzenbar (Hamburg)



Montagskonzerte zählen nicht zwingend zu meinen Stärken, aber wenn eine Band mit einigen Vorschusslorbeeren bedacht wurde und mir das Album gut gefällt, guckt man sich diese dann auch gerne zum ersten Mal live an. Die Prinzenbar in Hamburg ist außerdem ein wunderschöner Ort, wenn an diesem Abend ziemlich überfüllt, da die Gästeliste natürlich auch entsprechend ausfiel.

Den Opener des Abends brachten die Engländer von Fanfarlo dann als Trio hinter sich und ich wunderte mich schon, wo der Rest steckte, aber beim zweiten Song war das Quintett dann komplett. Es soll hier ja weniger über Aussehen gehen, aber was das Frontduo da trug, entbehrte nicht einer gewissen Komik und es entstand das Gerücht, dass sie vielleicht eine Wette verloren haben – gut, Engländer sind ja auch nicht wirklich für ihren modischen Geschmack berühmt….

Musikalisch erinnerten Fanfarlo live noch viel mehr an ihre Vorbilder Arcade Fire, denn während das Album noch differenziertere Einflüsse erkennen lässt, so verkamen sie live fast zu einer Kopie, was ich als etwas störend empfand, aber die Band ist noch jung und man kann nur hoffen, dass sie mit dem nächsten Album eine etwas größere Eigenständigkeit und mehr Mut an den Tag legen, um vielleicht etwas näher an die Einzigartigkeit ihrer Helden oder einer Band wie Mumford & Sons zu kommen.

Dieses Resümee mag jetzt etwas negativer klingen, als das Konzert eigentlich war, denn was Fanfarlo zu bieten haben, ist schon interessant und mit vielen Versatzstücken und Instrumenten angereichert, auch wenn (schon wieder ein negativer Aspekt) nur wenige Songs des Debüt-Albums, das Anfang März erscheint, da mithalten können.

So fällt das Fazit mit “gute Band mit Entwicklungspotential” dann auch etwas nüchtern aus. Trotzdem fühlen sich Fanfarlo in der Reihe englischer Bands, die ziemlich amerikanisch bzw. kanadisch klingen, sichtlich wohl.

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"About Songs Live" am Freitag fällt aus!



Schlechte Nachrichten zum Ende des Jahres, denn leider muss das Konzert von CLARA LUZIA am Freitag in der Hasenschaukel ausfallen, da die Künstlerin krank geworden ist.

Hier nun in ihren eigenen Worten:

“Es tut mir furchtbar leid, dass ich die Konzerte in Deutschland so kurzfristig absagen muss. Ich hatte letzte Woche wieder starke Probleme mit meinen Bronchien, hatte aber gehofft, dass sie sich übers Wochenende beruhigen. Leider liege ich nun mit einer ausgewachsenen Bronchitis im Bett und habe vom Arzt heute striktes Auftrittsverbot bekommen. Ich möechte mich herzlich bei allen für die Umstaende entschuldigen und hoffe, dass ich die Konzerte in irgendeiner Form nachholen kann! Tut mir sehr leid, Clara Luzia.”

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"Reeperbahnfestival 2009"



Das vierte Reeperbahnfestival liegt nun gerade hinter uns und neben der Tatsache, dass zumindest ich mich erstmal ein bisschen ausruhen muss, darf natürlich ein Resümee nicht fehlen, auch wenn mein Geist noch nicht wieder bei 100% ist.

Zunächst einmal musste ich schon vorher feststellen, dass das diesjährige Line-Up einfach nicht mit dem der letzten beiden Jahre mithalten konnte, was natürlich viele anders sehen mögen und meinem persönlichen Geschmack geschuldet ist. Klar muss es auch gewisse “Headliner” geben, damit auch die größeren Locations wie D-Club/Docks und Große Freiheit gefüllt sind. Die Editors, die ja nun leider langweilig sind und an jeder Gießkanne spielen, reichen aber nicht mal für ein Gähnen – Dinosaur Jr. sind sogar alte Helden von mir und auf Platte können sie mit ihren beiden letzten Alben auch durchaus überzeugen, aber live sind sie halt noch viel schlechter als früher. Bei Deichkind spielen Songs natürlich gar keine Rolle, aber trotzdem sind sie beim Party-Volk da drauße natürlich eine Bank.

Klar gab es auch ein paar Perlen zu entdecken, aber leider halt ein paar wenige, denn die meisten, u.a. Asteroids Galaxy Tour oder Katzenjammer (nomen est omen) , konnten den Vorschusslorbeeren, die über sie ausgegossen wurden, leider nicht gerecht werden.

Die Organisation war aus meiner Sicht gut, das “Reeperbahn-Campus” dagegen leider nicht. Mein Besuch zweier Panels mag nicht unbedingt repräsentativ sein, aber diese beiden waren einfach nur schlecht. Zum einen zog es mich zum Thema “Best Of International Popförderung”, wo sich erstmal 8 (!) Repräsentanten der Export-Büros vorstellten und kurz was zu ihren Organisationen sagten, was natürlich viel, viel zu lang war, was bei 8 Teilnehmern aber auch vorher klar war. So zog sich die Veranstaltung wie ein Kaugummi hin und eine Diskussion mochte nicht aufkommen.

“Cashcow Live” war der plakative Titel meines zweiten Panels, welches noch viel schlechter werden sollte, denn hier spielten sich ein paar “Alt-Veranstalter” so ein bisschen harmlos die Bälle zu, waren naheliegender Weise meist einer Meinung und da nicht ein “Nicht-Veranstalter” dabei war, versuchten sich die Anwesenden sogar noch in die Rolle von Labels hineinzuversetzen. Der Moderator war leider auch völlig überfordert und als ein Dortmunder Klassik-Veranstalter dann noch sein recht ideenloses Konzept ausbreitete, verließ nicht nur ich diese brotlose Veranstaltung.

Vielleicht verstehe ich Panels ja falsch, aber eine gewisse Diskussionsgrundlage sollte thematisch einfach vorgegeben sein und außerdem MUSS die Zusammensetzung der Panel-Teilnehmer dann einfach sinnvoll sein, was leider null der Fall war, damit eine Diskussion entfacht wird, der Zuhörer nicht gelangweilt ist und hoffentlich verschiedene Ansätze und Sichtweisen mit nach Hause nimmt.

Ein kleiner Wehrmutstropfen war außerdem noch die Tatsache, dass es die Macher des Reeeperbahnfestivals leider wieder nicht hinbekommen haben, tagsüber für eine Belebung des Spielbudenplatzes zu sorgen. Das ist auch sicher nicht leicht, da es beim Vorbild-Festival SXSW in Austin nun mal auch wärmer ist, aber hier gilt es, neue Ideen zu verwirklichen, damit die tollen Flatstock-Poster-Macher nicht wieder ganz alleine sind.

So, genug gemeckert, denn ich freue mich ja trotzdem auf das nächste Mal und hoffe, dass meine Meinung ein kleiner Beitrag einer Diskussion darstellt, wie man einen nächsten Schritt in die doch eigentlich richttige Richtung macht.

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