Hi from Devarrow!

7. Juni 2017 um 13:39 von Sara | about blog | Kein Kommentar

Nun sind es nur noch drei Tage bis zu unserem großen Tag, dem erwartungsvollen Samstag unseres About Songs Festival. Im letzten Teil unserer Vorstellungsreihe dreht sich alles um unseren wunderbaren Neuling Devarrow, dessen Musik mit Authentizität und Ungezwungenheit überzeugt.
Kennengelernt haben wir den jungen Graham Ereaux auf der „Nova Scotia Music Week“. Zu diesem Zeitpunkt hatte er mit „The Coast, The Cottage“ (2011) und „The Great Escape“ (2015) bereits zwei Alben in seiner Heimat veröffentlicht. Die im April erschienene EP „Palmer“ ist nun endlich ein erstes Lebenszeichen auch bei uns und enthält neben dem unglaublichen Opener ‚Little Road’ noch vier weitere Facetten dieses Künstlers. Im gleichnamigen Video zeigt sich der nette, smarte Kanadier von einer anderen Seite und macht auf Lippenstift nutzender Cowboy, während die fröhliche Gitarre, das muntere Tamburin und die aufgeweckten Percussions von der kleinen Straße erzählen.

Devarrow tritt sehr gerne im typischen „Raconteur“-Stil auf, denn die kleinen Geschichten und Erlebnisse rund um die Songs sind Teil seines Musikerlebens und zeigen seinen ganz eigenen Charme. Auch wenn er vom Äußeren wie ein Surfer wirken mag, so hat er mit seiner wundervollen Stimme wesentlich mehr zu erzählen und nimmt seine Zuhörer dabei liebend gerne mit.
Im Mai spielte er unterschiedliche Supports für The Dead South, Yes We Mystic sowie Close Talker und konnte damit das Publik für sich gewinnen. Gerade ist er noch in Berlin, diese Woche dann endlich auf unserem About Songs Festival.

Im Gegensatz zu dem fast überschwänglichen ‚Little Road’ kommt ‚Repeat/Palmer’ wesentlich melancholischer und nachdenklicher, seine Instrumentierung opulenter und eindringlich.
‚Unwired’ bietet dann eine träumerische Soundlandschaft, die trotz seiner Schwerelosigkeit nie leicht wirkt, sich aber in einem ganz eigenen Kosmos bewegt. Der perfekte Sound für einen Roadmovie bei dem der Hauptcharakter seine Liebe zurück lässt und mit offenem Verdeck in den Sonnenaufgang karriolt.
‚Fix’ zieht das Tempo dann endgültig aus der Melancholie heraus und beginnt wie ein elektronischer Tanzhit. Der trashige Orgelsound befindet sich schon länger in seinem Live-Programm, denn diese Spielfreude ist nun mal die andere Seite der Medaille. Vor allem der Slow-Part in der Mitte des Songs ist großartig, bevor es dann wieder los geht, unterbrochen von recht kruden Tempi-Wechseln und Breaks.
‚The Past’ als sehr gelungener Closer lässt uns dann noch mal drei Minuten schwelgen… Nostalgie und Lethargie vom feinsten. Devarrow schafft es seine Zuhörerschaft auf eine Reise mitzunehmen, die schnörkellos von Selbstfindung, Reflexion und beeindruckenden Landschaften erzählt. ‚The Past’ kommt noch einmal viel schüchterner, zurückhaltender, cleaner daher. Minimalistische gezupfte Gitarre und ein träumerischer Chor plus ein Akkord auf dem Cello als runder Abschluss. Sehr schön!

Überhaupt versteht es Devarrow sehr beachtlich, den dramaturgischen Faden zu spinnen, denn selten hat das Format der EP so unterschiedliche Dynamiken bereit gehalten.
Übrigens stammt Ereaux aka Devarrow eigentlich aus dem Kaff Moncton (New Brunswick), lebt aber mittlerweile in Halifax, welchess sich durch eine ziemlich gute Musikszene auszeichnet. So ist er befreundet mit den beiden nicht weniger großartigen Bands Mauno und Owen Meany’s Batting Stance, von denen wir in diesem Jahr noch einiges hören werden. Letzterer ist zusammen mit Devarrow und Megan Nash bei unser Youngbloods Tour im Herbst am Start.

Und Devarrow spielt nun also als erster Act auf unserem About Songs Festival an diesem Samstag im Knust. Mit der letzten Vorstellung unserer Künstler ist die Truppe komplett und die Vorfreude unüberwindbar. Kommt vorbei, wir freuen uns!

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