Greta van Fleet – From the Fires

14. November 2017 um 20:39 von Saskia Böttjer | about albums | Kein Kommentar

An alle werdenden Väter: frühkindliche Erziehung zahlt sich aus!

Denn wenn wir nun diese Doppel-EP mit druckvollem Rock lauschen, hören wir das Ergebnis eben dieser. Zu lange ist das Kindesalter bei den Brüdern Josh, Jake und Sam Kiszka auch noch nicht her, die gemeinsam mit Drummer Danny Wagner Great van Fleet bilden und 18 bis 21 Jahre alt sind. Ulkiger Name? Die Band lässt eben nicht nur bei der Besetzung die Katze im Dorf. Auch der Bandname stammt von einer älteren Dame ihrer Gemeinde in Michigan.

Ganz selbstverständlich waren diese vier Jungs von Musik umgeben, durch den Vater als Musikliebhaber und Musiker, der mit seiner riesigen Vinylsammlung bereits im Mutterleib seine Söhne beschallte, sowie dem elterlichen Freundeskreis, in dem immer irgendwer Musik machte. Led Zeppelin sollten wir auch zur Liste ihrer Einflüsse zählen, könnte man die Band im negativen als deren Kopie beschimpfen.
In dessen Fußstapfen Wolfmother und The Darkness auch schon getreten sind, die jedoch in ihren Songs vielleicht ein wenig variabler erschienen, treten Greta van Fleet jetzt noch einmal nach. Mit ordentlich Power und Attitüde – nicht schlecht, wer in dem Alter bereits so frei von der Leber weg diese Songs schreibt. So klingen sie jedenfalls. Aufgenommen haben Greta van Fleet übrigens in den Rust Belt Studios am Rand von Detroit, wobei ihnen Al Sutton (Kid Rock, Hank Williams Jr.) half.

Und diesen Druck hört man. Nicht nur in der Single ‚Highway Tune‘ schlägt das Herz für Classic Rock höher. Da fällt es schwer nicht mit dem Kopf zu nicken und ich wünsche mir fast lange Haare. Durch die gute Produktion klingen alle Feinheiten bestens heraus: Hammond Orgel, aber auch Westerngitarre- also nicht nur auf die sogenannte „Rock-Fresse“, was der Song ‚Flower Power‘. Noch mehr Variabilität beweist die Band in ‚A Change is Gonna Come‘ – Southern Rock mit Soul-/Bluesnuancen. Gitarrenriffs, chorale Backgrounds, und der herausstechende Gesang reihen sich dazu.

Auch wenn die Band unzählige Songs gesammelt hat, besteht diese Doppel-EP erst einmal aus ihrer bereits veröffentlichten EP „Black Smoke Rising“ gepaart mit vier neuen Songs. Auch wenn sie aufgrund dieser Veröffentlichungen noch als Newcomer betrachtet werden, gelten sie live als eingespielte Hasen. Wir können nächstes Jahr im März mal austesten, ob sie auf der Bühne wirklich so viele Eier in der Hose haben. (Republic)

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