Brand New – Science Fiction

5. September 2017 um 18:27 von Saskia Böttjer | about albums | Kein Kommentar

Diese Millenium-Emoband hat sich tief in die Herzen der tiefsinnigen Seelen gespielt und trifft dort wieder mitten hinein. Allerdings zum letzten Mal, wie es scheint.

Düstere Songanfänge, in denen Sänger Jesse Lacey trocken tief zu singen beginnt. Eine Steigerung mit mehrlagigem Gesang folgt und dann setzt das Schlagzeug zum Bass ein – so hören wir es im Opener ‚Lit Me Up‘ des neuen Albums der amerikanischen Rockband. Düster klingt dieser minimalistische Einstieg, und das ist auch wieder der wohlbekannte Tenor dieses Albums. Doch irgendwie klingt auch Licht durch, in Form von Keyboard-Einsatz, Pfeifen in dem Bandtypischen ‚Can’t Get It Out‘, das mit seinem starken Refrain und mehrlagigen Gitarren nur so nach Brand New schreit, mit Energieabfall in den Strophen versteht sich. Schön, dieses Spiel aus den unterschiedlichen Stimmungen wieder zu hören, nachdem die Band mit acht Jahren eine doch recht lange Pause einlegte.

Viele Jahre später klingen sie also immer noch nach Brand New, doch was ist dieser weiche Einschlag? Super auch in der atmosphärischen Rock-Ballade ‚Waste‘ zu hören. Denn die Bandgeschichte scheint damit dem Ende entgegenzugehen, will man den Meldungen als auch den Anspielungen der Lyrics glauben. 2018 sollen sich Brand New trennen. Mit „Science Fiction“ verabschiedet die Band aus Long Island sich also und zieht Review. Mal laut und druckvoll, wie bereits genannt, mal sehr leiste und nahezu akustisch, in ‚Could Never Be Heaven‘, das mit Harmoniegesängen und gezupften Gitarren wirkungsvoll unter die Haut geht.

In den USA haben sie es mit „Science Fiction“ auf Platz eins der Billboard Charts geschafft. Und das, obwohl es beim Hören mit der Zeit noch wächst, einem die therapeutischen Texte erst auffallen, die leisen Hinweise auf das nahende Ende der Band. Eine Zusammenführung ihrer Bandgeschichte, ihrer musikalischen Idole und Einflüsse (Modest Mouse, 90er, Nirvana) und wirken dabei in sich ruhender, als je zuvor. Ein leiser aber sehr gebührender Abschied, mit dem sie sich und allen Fans ein richtiges Geschenk gemacht haben. (Procrastinate Music Traitors)

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