Clap Your Hands And Say Yeah "Some Loud Thunder"
veröffentlicht am 2. Februar 2007 von Jörg
Natürlich ist es nie ganz leicht, ein Album von einer Band zu beurteilen, die einem veritablen Hype unterliegt, aber letztlich kann die Band an sich ja eher weniger dafür.
Clap Your Hands And Say Yeah können davon sicher ein Lied singen, denn neben den Arctic Monkeys waren sie es, die mit ihrem Debüt-Album einen derartigen “Internet-Hype” erfuhr. Dieser ist nun zunächst vorbei und so können wir in Ruhe über den Nachfolger ihres selbstbetitelten Debüts sprechen.
“Some Loud Thunder” hat natürlich nicht mehr den Überraschungseffekt auf seiner Seite, denn nun hat man sich an den schräg-krächzigen Gesang von Alec Ounsworth schon etwas gewöhnt. Mut kann man ihm und seiner Band aber nicht absprechen, denn schon der Opener knarzt aus den Boxen, dass man denkt, sie seien kaputt. Der zweite Song belegt dann aber, dass doch alles in Ordnung ist.
Als Produzent des Albums hat man sich Dave Friedmann (Mercury Rev, The Flaming Lips) gegönnt und in ihrer Heimat konnten sie den Schritt zu den mehr als interessierten Major-Plattenfirmen noch vermeiden.
Zunächst hinterläßt “Some Loud Thunder” ein dezentes Gefühl der Enttäuschung, denn die Highlights sind doch etwas rarer gesetzt als erhofft, auch wenn sich viele Songs trotzdem über das Niveau vieler anderer Bands erheben. Die besten Songs wie ‘Love Song No.7’, die “Hymne” ‘Satan Said Dance’ und ‘Yankee Go Home’ zeigen, dass CYHASY schon einem sehr innovativen und künstlerischen Geist fröhnen können, wenn sie nur wollen.
Leider gibt es daneben auch einige überflüssige Songs und aus diesem Grunde ist das Zweitwerk sicher kein durchgehend gelungenes Album geworden. Das Attribut “zwiespältig” wäre dann aber auch etwas hart und jeder, dem das Debüt gefallen hat, kann mit dem Nachfolger nicht falsch liegen, auch wenn ich mir natürlich ein “Meisterwek” gewünscht hätte, denn an den neuen Werken von The Shins, The Decemberists und dem Debüt der Cold War Kids kommt es einfach nicht ran. (Cooperative)
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