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Veröffentlichung: 11.11.2011


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Rogue Wave - Permalight



Dass ich ein großer Fan dieser Band bin, werde ich auch beim vierten Album schwer verleugnen können und wollen. Allerdings hat es diesmal schon ziemlich lange gedauert, denn als ich in meinem Lieblingsplattenladen Sonic Boom in Seattle, der übrigens vom Spin-Magazin auf Platz 5 der besten Plattenläden der USA gewählt wurde, den ersten Tönen lauschte, fühlte ich mich etwas fremd in der Welt von “Permalight”. Die elektronischen Elemente und überhaupt der neu eingeschlagene Weg kamen mir zunächst etwas gewollt und hier und da gar anbiedernd vor.

Nun ist etwas Gras über die ersten, eher zwiespältigen, Eindrücke gewachsen und ich konnte mich diesem wahrlich nicht einfachen Album nun einige Woche widmen, so dass meine anfängliche Skepsis nun einem mehr als wohlwollenden Nicken gewichen ist, auch wenn das vielleicht noch immer etwas nach angezogener Handbremse klingen mag, denn im Gegensatz zu einer heute unglaublich langweiligen Band wie Nada Surf, entwickeln sich Rogue Wave nun mal von Album zu Album weiter und ob man diese Änderungen mitträgt, bleibt natürlich jedem selbst überlassen.

Wurden die letzten beiden Alben im Gegensatz zum Debüt als Band eingespielt, so bestehen Rogue Wave heute primär aus dem Duo Pat Spurgeon (Drums) und Sänger/Gitarrist/Songschreiber Zach Rogue, dessen warmer Gesang zum Glück auch das neue Album trägt und so trotz aller neuen Elemente eben doch irgendwie typisch Rogue Wave ist. So gibt es für den etwas traditionellen Fan dieser Band mit dem Opener ‘Solitary Gun’, dem wunderschönen ‘Sleepwalker’, auf dem John Vanderslice noch Harmonien singt, sowie ‘I’ll Never Leave You’ genug Momente, die ihn für vermeintlich hippere Songs wie das an MGMT-Hits erinnernde ‘Good Morning (The Future)’ oder ‘Fear Itself’, das irgendwie was von Vampire Weekend und Local Natives (große Band!) hat, öffnen.

Mit dem Titeltrack ‘Permalight’ und seinen gelungenen Breaks, ‘Right With You’ und ‘We Will Make A Song Destroy’ zeigen sie sich dagegen von einer rockigen Seite, die fast schon etwas traditionell anmutet, aber die Stärke von Rogue Wave sind trotz aller neuen Einflüsse SONGS! (Brushfire)

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