Neue Bands - entdeckt beim SXSW-Festival Part III - The Henry Clay People
veröffentlicht am 26. April 2010 von Jörg
Die dritte neue Band, die ich euch näher bringen möchte, habe ich beim diesjährigen SXSW in Austin eher zufällig gesehen, denn während der Umbaupause im großen Stubb’s BBQ spielten sie im kleinen Club, der für viele auf dem weg zu den Toiletten lag. Nicht gerade das beste Venue sollte man meinen und die Henry Clay People sahen dann auch entsprechend fertig aus, was aber laut Eigenaussage daran lag, dass es ihre fünfte Show des Tages war!
Trotz dieser etwas widrigen Umstände kann ich sie ohne Übertreibung zur spielfreudigsten Band des Festivals küren, was besonders am singenden & Gitarre spielenden Brüderpaar Andy und Joey lag. Auch wenn der allererste Eindruck wie der einer Schülerband auf hohem Niveau anmutet, stellt sich dann doch als weitaus mehr heraus, was besonders an ihrem ironischen Humor auf der Bühne und in den Texten liegt – schon ihr Debütalbum trägt den Titel “For Cheap Or For Free”. Allerdings haben sie es auch musikalisch drauf, denn ihr southern angehauchter College Rock rockt mal so richtig und bietet dabei noch ebensolche Melodien, die hier und da an die legendären The Presidents Of The United States Of America erinnern. Auch wenn die Chancen wohl eher schlecht stehen, The Henry Clay People bei uns mal live zu sehen, so sind sie nicht nur einen US-Trip wert, denn mein Lächeln auf dem Gesicht ist noch immer da.
Kategorie: About Shows
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Rogue Wave - Permalight
veröffentlicht am 23. April 2010 von Jörg
Dass ich ein großer Fan dieser Band bin, werde ich auch beim vierten Album schwer verleugnen können und wollen. Allerdings hat es diesmal schon ziemlich lange gedauert, denn als ich in meinem Lieblingsplattenladen Sonic Boom in Seattle, der übrigens vom Spin-Magazin auf Platz 5 der besten Plattenläden der USA gewählt wurde, den ersten Tönen lauschte, fühlte ich mich etwas fremd in der Welt von “Permalight”. Die elektronischen Elemente und überhaupt der neu eingeschlagene Weg kamen mir zunächst etwas gewollt und hier und da gar anbiedernd vor.
Nun ist etwas Gras über die ersten, eher zwiespältigen, Eindrücke gewachsen und ich konnte mich diesem wahrlich nicht einfachen Album nun einige Woche widmen, so dass meine anfängliche Skepsis nun einem mehr als wohlwollenden Nicken gewichen ist, auch wenn das vielleicht noch immer etwas nach angezogener Handbremse klingen mag, denn im Gegensatz zu einer heute unglaublich langweiligen Band wie Nada Surf, entwickeln sich Rogue Wave nun mal von Album zu Album weiter und ob man diese Änderungen mitträgt, bleibt natürlich jedem selbst überlassen.
Wurden die letzten beiden Alben im Gegensatz zum Debüt als Band eingespielt, so bestehen Rogue Wave heute primär aus dem Duo Pat Spurgeon (Drums) und Sänger/Gitarrist/Songschreiber Zach Rogue, dessen warmer Gesang zum Glück auch das neue Album trägt und so trotz aller neuen Elemente eben doch irgendwie typisch Rogue Wave ist. So gibt es für den etwas traditionellen Fan dieser Band mit dem Opener ‘Solitary Gun’, dem wunderschönen ‘Sleepwalker’, auf dem John Vanderslice noch Harmonien singt, sowie ‘I’ll Never Leave You’ genug Momente, die ihn für vermeintlich hippere Songs wie das an MGMT-Hits erinnernde ‘Good Morning (The Future)’ oder ‘Fear Itself’, das irgendwie was von Vampire Weekend und Local Natives (große Band!) hat, öffnen.
Mit dem Titeltrack ‘Permalight’ und seinen gelungenen Breaks, ‘Right With You’ und ‘We Will Make A Song Destroy’ zeigen sie sich dagegen von einer rockigen Seite, die fast schon etwas traditionell anmutet, aber die Stärke von Rogue Wave sind trotz aller neuen Einflüsse SONGS! (Brushfire)
Kategorie: About Albums
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Neue Bands - entdeckt beim SXSW-Festival Part II - HEY MARSEILLES
veröffentlicht am 16. April 2010 von Jörg
Konnte ich mit Surfer Blood in der letzten Woche noch meine Vorlieben für den Nordwesten der USA verbergen, so gelingt mir das mit meiner nächsten Entdeckung des SXSW nicht, denn Hey Marseilles kommen aus Seattle, auch wenn der Bandname eher Internationalität suggerieren möchte.
Ich könnte jetzt wolkige Superlative vom Himmel holen oder Vergleiche zu großartigen Bands wie Arcade Fire oder den Decemberists ziehen, aber letztlich würde das zu kurz greifen, denn das Septett (!) macht seinen ureigenen Sound, den ich gleich zwei Mal erleben durfte: Zum einen in der wohl ranzigsten Bar in ganz Austin und im nahtlosen Anschluß daran – nebenbei sein bemerkt, dass ich der Band noch beim Tragen der Instrumente geholfen habe, ich Groupie – in einer schönen Kirche.
Hey Marseilles konnten mit ihren tollen Melodien und ihrer jungen Spielfreude in beiden Venues überzeugen und nachdem sie ihr Debüt-Album “To Travels & Trunks” jetzt nochmals neu gemischt und mit einen weiteren Song versehen haben, erscheint es jetzt offiziell am 8. Juni, allerdings vorerst nur in den USA. Ach so, sie selbst bezeichnen ihre Musik als “orchestral indie pop” und wurden gerade auf Platz 7 der hoffnungsvollsten 50 Newcomer des Nordwestens gewählt – vielleicht doch die neuen Arcade Fire?
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Neue Bands - entdeckt beim SXSW-Festival Part I - SURFER BLOOD
veröffentlicht am 8. April 2010 von Jörg
Wie es zur guten Einrichtung geworden ist, habe ich euch wieder ein paar neue Bands vom SXSW (=South by SouthWest)-Festival aus Austin (Texas) mitgebracht. Vier davon werde ich in den nächsten vier Wochen an dieser Stelle kurz vorstellen und mir dann bei dem einen oder anderen in ein paar Monaten oder gar Jahren auf die geschundenen Schultern klopfen, wenn sie GROSS geworden sind, denn verdient hätten sie es natürlich alle.
Den Anfang machen die “hoch gehandelten” Surfer Blood aus Florida, einem Bundesstaat, der bisher eher wenig bekannt war für gute Bands. Diese noch etwas pausbäckigen jungen Herren spielten dann beim SXSW 10 (!) Shows in vier Tagen und gelten völlig zurecht als eine der Entdeckungen des diesjährigen Festivals. Klar ist, dass sie die Surf-Gitarren der Beach Boys als ein Element haben, aber das ist bei einer Band aus West Palm Beach wohl nicht wirklich überraschend, oder?
Viel überraschender ist die Tatsache, dass sie nicht surfen und schon auf ihrem Debüt-Album “Astro Coast” unglaublich gute Melodien haben, auf denen man Wellenreiten könnte. Dieses erscheint bei uns zwar erst im Juni, aber live könnt ihr sie schon ein paar Tage früher, d.h. vom 22.-24.05. in Köln, Berlin und Hamburg, sehen. Da bringen sie dann ‘Swim’ mit, denn genau das ist schon jetzt mein Hit für den Sommer – auch wenn ‘Takie It Easy’ dem kaum nachsteht, aber Sommerhits kann man ja nicht genug haben…
Kategorie: About Shows
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"About Songs" morgen wieder auf Byte FM
veröffentlicht am 6. April 2010 von Jörg
Alle vier Wochen gibt es “About Songs” auch im Radio und so hoffe ich, dass ihr MITTWOCH wieder dabei seid, denn diesmal gibt es ein kleines Special zum SXSW-Festival, denn natürlich habe ich dort die eine oder andere neue Band entdeckt.
Wie immer natürlich um 23 Uhr auf Byte FM.
hier zu hören und natürlich freue ich mich, wenn ihr wieder “einschaltet” und bin für jedes Feedback dankbar.
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