Fanfarlo - Prinzenbar (Hamburg)
veröffentlicht am 2. Februar 2010 von Jörg
Montagskonzerte zählen nicht zwingend zu meinen Stärken, aber wenn eine Band mit einigen Vorschusslorbeeren bedacht wurde und mir das Album gut gefällt, guckt man sich diese dann auch gerne zum ersten Mal live an. Die Prinzenbar in Hamburg ist außerdem ein wunderschöner Ort, wenn an diesem Abend ziemlich überfüllt, da die Gästeliste natürlich auch entsprechend ausfiel.
Den Opener des Abends brachten die Engländer von Fanfarlo dann als Trio hinter sich und ich wunderte mich schon, wo der Rest steckte, aber beim zweiten Song war das Quintett dann komplett. Es soll hier ja weniger über Aussehen gehen, aber was das Frontduo da trug, entbehrte nicht einer gewissen Komik und es entstand das Gerücht, dass sie vielleicht eine Wette verloren haben – gut, Engländer sind ja auch nicht wirklich für ihren modischen Geschmack berühmt….
Musikalisch erinnerten Fanfarlo live noch viel mehr an ihre Vorbilder Arcade Fire, denn während das Album noch differenziertere Einflüsse erkennen lässt, so verkamen sie live fast zu einer Kopie, was ich als etwas störend empfand, aber die Band ist noch jung und man kann nur hoffen, dass sie mit dem nächsten Album eine etwas größere Eigenständigkeit und mehr Mut an den Tag legen, um vielleicht etwas näher an die Einzigartigkeit ihrer Helden oder einer Band wie Mumford & Sons zu kommen.
Dieses Resümee mag jetzt etwas negativer klingen, als das Konzert eigentlich war, denn was Fanfarlo zu bieten haben, ist schon interessant und mit vielen Versatzstücken und Instrumenten angereichert, auch wenn (schon wieder ein negativer Aspekt) nur wenige Songs des Debüt-Albums, das Anfang März erscheint, da mithalten können.
So fällt das Fazit mit “gute Band mit Entwicklungspotential” dann auch etwas nüchtern aus. Trotzdem fühlen sich Fanfarlo in der Reihe englischer Bands, die ziemlich amerikanisch bzw. kanadisch klingen, sichtlich wohl.
Kategorie: About Shows
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Crunchy am 2. Februar 2010, 19:18
Hi, you brought it to the point. They were a little too close to Arcade Fire, but I totally agree, it’s a band with potential. And it was a nice evening (short, though: 55 minutes merely). Keep on groovin’!
landlord am 24. Februar 2010, 09:47
Hi, danke für den Bericht! Wieviel haben denn die Karten gekostet?