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Veröffentlichung: 22. August


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Monsters Of Folk - dto.



Schon der Bandname bringt einen gesunden Größenwahn mit sich, aber hier handelt es sich auch nur bedingt um eine Newcomer-Band. Vielmehr besteht dieses Quartett aus Namen, die wohl nur kaltherzige gothic-fans unberührt lassen: Conor Oberst (Bright Eyes) – Yim Yames (My Morning Jacket) sowie M Ward und Saddle Creek-Stammproduzent und Bright Eyes – Kollege Mike Mogis, der sich hier im Gegensatz zu den drei erstgenannten gesanglich zurückhält.

My Morning Jacket zählen schon lange zu meinen persönlichen Helden, nur leider konnten sie diesen Status bisher nur in ihrer Heimat USA erlangen, aber vielleicht ändert sich das jetzt etwas, denn schon der Opener ‘Dear God’ trieft vor seinem wahnsinnigen Soul und zeigt welch Genies sich hier versammelt haben. Warum sich Yim Yames hier aber mit “y” schreibt, bleibt ein Rätsel, vielleicht ein Künstlername für sein Side-Projekt…

Überhaupt ist es wenig überraschend, dass sich die Monsters Of Folk durch größtmögliche Vielseitigkeit auszeichnen und so stehen neben Soul natürlich Elemente aus Folk, Americana, Country und Singer/Songwriter diesem Werk mehr als gut zu Gesicht, denn sie können einfach alles. Klar ist Conor Oberst für die typischen Bright Eyes – Momente wie in ‘Sat Please’ und ‘Temazcal’ zuständig, fühlt sich aber wie die anderen auch sehr wohl in der Rolle des “integrativen Bestandteils” und spielt sich höchstens in angenehmer Weise ab und zu in den Vordergrund. Klar hört man, wer an welchem Song die Hauptfinger im Spiel hatte und so könnten die Yim Yames – Sachen genauso auf einem My Morning Jacket – Album sein wie die eben erwähnten Conor-Sachen, aber das darf man zum Genuss des Albums nicht zu eng sehen und tut der Qualität null Abbruch.

Die Idee zu Monsters Of Folk wurde schon im Jahr 2004 geboren, wo dieses Quartett gemeinsam auf der Bühne stand, aber man wollte dieses Album dann angehen, wenn alle die nötige Zeit und Muße mitbringen und so wollte auch hier gut Ding Weile haben, aber genau diese entspannte Sicht der musikalischen Dinge, hört man dem Album dann in schönster Entspanntheit auch an. Hier entstand nichts unter Druck, sondern rein aus der Lust an der gemeinsamen Kunst und hier und da erinnert die Herangehensweise an die Travelling Wilburys – übrigens am ehesten zu vergleichen mit den Songs von M Ward wie ‘Whole Lotta Losin’ oder ‘Goodway’.

Ich gebrauche Superlative ja nicht sooo häufig, aber dieses Album kann man eigentlich nur im Knien hören und zählt zu den besten des Jahres! (Rough Trade)

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