"About Songs" heute wieder auf Byte FM
veröffentlicht am 25. August 2009 von Jörg
Alle vier Wochen gibt es “About Songs” auch im Radio und so lade ich euch heute wieder ein.
Wie immer natürlich um 23 Uhr auf Byte FM.
hier zu hören und natürlich freue ich mich, wenn ihr heute “einschaltet” und bin für jedes Feedback dankbar.
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"Haldern Pop Festival 2009"
veröffentlicht am 17. August 2009 von Jörg
Auf dieser Seite war es ja nun einige Zeit ziemlich ruhig! Nennt es Sommerpause, nennt es Unlust, nennt es mangelnde Themen, nennt es Konzertflaute, nennt es zu wenige gute Alben oder anderweitigen Stress oder denkt euch was anderes aus. Aber ab jetzt geht es endlich wieder in regelmäßigeren Abständen weiter.
Den Anfang macht das 26. “Haldern Pop”-Festival, welches am Wochenende für mich zum 7. Mal stattfand. Nach 6,5-stündiger Fahrt kamen wir gerade noch, um zumindest das Ende von Port O’Brien zu sehen. Ich mag diese Band ja und habe im letzten Jahr in Berlin eine wirklich schlechte Show von ihnen gesehen. Diese war dagegen besser, aber beim diesjährigen SXSW-Festival in Austin waren sie unglaublich gut und ich weiß nicht recht, ob ich es gut finde, wenn Bands so schwankend sind oder doch eher unbefriedigend.
Allgemein war das diesjährige Festival leider etwas durchschnittlich, was natürlich vor allem der Band-Auswahl geschuldet war, bei der man sich schon fast über Bands freute, die ohne die doch oftmals nervige Geige auskamen. Nach der langen und beschwerlichen Anreise galt es dann erstmal in Ruhe ein paar Bierchen zu trinken, so dass ich erst die Briten von Noah And The Whale wieder zu würdigen wusste. Sie machten einen wirklich guten Eindruck mit so gar nicht britischer Musik, auch wenn es von Song zu Song etwas beliebiger wurde. Anna Ternheim kennen wir eh, nur hatte ich ihre Gaderobe gar nicht so mies in Erinnerung, so dass ich es eher vorzog, den okayen Songs zu lauschen, als sie mir anzusehen.
Überhaupt gab es in diesem Jahr einfach zu viele Bands, die gefühlt in jedem Jahr auf dem Haldern reüssieren, seien es nun The Soundtrack of Our Lives oder die von mir so überhaupt nicht gemochten Loney Dear – beides übrigens Bands vom gleichnamigen Haldern-Pop-Label…..
Der Freitag war dann auch etwas langweilig und dem setzten Athlete die belangloseste Krone auf – warum Gravenhurst mal wieder als Band angekündigt wurden und doch wieder in typischer 1-Mann-Besetzung auftraten, darf ein Rätsel bleiben, denn der Sound der Band hat nun mal nicht viel mit der Solo-Performance zu tun und nach 2,5 Jahren darf man auch mal wieder die ganze Band mitnehmen, oder?
Oops, höre gerade, dass er sich eh von seiner Band getrennt hat…
Der Samstag sollte für das eine oder andere entschädigen. Zunächst die guten I Like Trains aus Leeds – unprätentiös & sympathisch, wenn auch die großen Songs fehlen. Dem folgten Dear Reeder, deren Auftritt im Festival-Forum ja schon abgefeiert wurde und dem ich mich nicht anschliessen kann. Klar haben sie eine nette Ausstrahlung und brachten eine professionelle Performance auf die Bühne, aber dieses ewige Geloope geht mir einfach extrem auf den “Krach”-Keks. Maccabees waren besser als auf ihrer Tour mit Maximo Park, aber der Höhepunkt folgte dann in Form der ohnehin mit Lorbeeren überschütteten Grizzly Bear.
Diese gibt es aber vollkommen zurecht, denn ich für meinen Teil war von ihrem Auftritt noch mehr begeistert als von ihren Alben. Großer Auftritt mit ebensolcher Instrumentierung, die zeigte, dass ein Musikstudium schon auch was bringen kann. Klar und zum Glück spielten sie viele Songs des neuen Albums und ein Gänsehautschauder jagte den nächsten. Diese Musik ist brilliant eigenständig und so freue mich auch schon auf ihre Herbsttour. Dem konnte Bon Iver natürlich nicht ganz das Wasser reichen, auch wenn er natürlich ein tolles Album mit vier tollen Songs hat. Der zwischen Surfer und Waldschrat changierende Künstler hat sich aber noch nicht so richtig entschieden, was für Musik er machen möchte und ehrlich gesagt habe ich ein bisschen Angst vor dem nächsten Album, denn die neueren Songs lassen eher ein etwas zwiespältiges Rockgewand vermuten.
So, hiermit mächte ich eigentlich schließen, denn natürlich habe ich nicht jede Band sehen können und möchte auch nicht jede, die ich sah, erwähnen. Fettes Brot haben zumindest gute Ansagen und die Thermals, die mir eh gut gefallen, brauchen keine Überraschungen, sorgten aber wenigstens für etwas rockigere Abwechslung. Auch Andrew Bird konnte, trotz Geige…, überzeugen!
Klar bin ich im nächsten Jahr wieder dabei!
Kategorie: About Shows
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