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Veröffentlichung: 22. August


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"discovering new artists at SXSW 2009" - Jessica Lea Mayfield



Irgendwie ist es schon einige Zeit her, dass ich eine wirklich gute und talentierte Songwriterin entdecken durfte, aber das diesjährige SXSW sorgte dafür, dass ich nun Jessica Lea Mayfield vorstellen darf, denn genau jene habe ich dort live gesehen und mir ihr Debütalbum “With Blasphemy So Heartfelt” mit nach Hause genommen, welches übrigens hier auch schon erhältlich ist.

Ihre Performance und ihr Aussehen, vor allem was die Mode angeht, mögen noch etwas verbesserungswürdig sein, denn es wirkte alles etwas spröde und konservativ, aber dafür hat die 19 Jahre junge Dame eine unglaublich gute Stimme und ebensolche Songs, so dass es zumindest für die Ohren ein wahres Fest war.

Gut für Jessica Lea Mayfield ist, dass sie mit dem Kopf der Black Keys, Dan Auerbach, einen prominenten Förderer hat, der in Austin nicht nur auf dem gleichen Showcase reüssierte, sondern ihr Album produziert und mit dem Spielen diverser Instrumente veredelt hat. Leider kam er bei ihrem Auftritt nicht mit auf die Bühne, aber wer, wie ich, auf fragil anmutende Songwriterinnen à la Cat Power und PJ Havrvey steht, wird mit Jessica Lea Mayfield und ihren melancholischen, großartigen Songs wie ‘Kiss Me Again’, ‘I Can’t Lie To You, Love’ und ‘The One That I Love Best’ ebenfalls ein Riesenpotential sehen.

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"discovering new artists at SXSW 2009" - Loch Lomond



Die Entdeckungstour geht in die vierte Runde und auch wenn man mir mehr als subjektive Parteilichkeit für den Nordwesten der USA vorwerfen sollte, denn bisher kamen zwei Bands aus Seattle und eine aus Portland, lasse ich mich nicht aufhalten. Nun also Loch Lomond aus Portland.

Das Attribut “Chamber Pop” handle ich hier gleich mal am Anfang ab, denn zum einen lässte sich diese Vorliebe des Septetts nicht leugnen, zum anderen kann sich dieser Begriff eines inflationären Gebrauchs schwer erwehren. Gerade waren sie mit den Decemberists auf US-Tour – ein nächster, musikalischer Verweis – und ob und wann ihr Debütalbum “Paper The Walls” auch bei uns erscheint, steht in den berühmten Sternen.
Die Anzahl der eingesetzten Instrumente aufzuzählenü, würde hier den Rahmen sprengen, aber was sie mit diesen für musikalische Schönheit kreieren, ist schon groß und erinnert mich an meine Lieblinge von Cloud Cult, an die sie natürlich nicht ganz heranreichen.

Live konnten mich Loch Lomond nicht so ganz überzeugen, was vielleicht an dem eher spröden Scham der Band liegen mag, deren Sänger & Kopf Ritchie Young als Gipfel der Unauffälligkeit bezeichnet werden muss. Der Rest der Band rekrutiert sich aus Lehrern, Computerprogrammierern und Grafikern, was vielleicht ein Grund für die nicht sehr charismatische Live-Performance sein mag.

Trotzdem kann ich Loch Lomond und ihr Debüt-Album nur jedem ans Herz legen, denn sie erschaffen eine elfenhafte Schönheit an Songs in unaufgeregter Atmosphäre und genau dafür steht der Nordwesten der USA.

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"discovering new artists at SXSW 2009" - Mt. St. Helens Vietnam Band



Die dritte Runde der Neuentdeckungen mag ein wenig hinken, denn das Debütalbum von Mt. St. Helens Vietnam Band hatte ich ja an dieser Stelle bereits vorgestellt und gefeiert und im Gegensatz zu Blind Pilot und Telekinesis ist es auch entsprechend schon bei uns erschienen.

Da mich diese Band aber in Austin nun auch live derart gepackt und das Siegerrennen aus meiner subjektiven Sicht für sich entscheiden konnte, dürfen sie hier halt einfach auch nicht fehlen. Die Geschichte des singenden und hüpfenden Pärchens und ihres Adoptivsohnes wurde bereits hinlänglich erwähnt, aber wie homogen und voller Spielfreude dieses Quintett live auftritt, ist eine wahre Pracht, so dass wer dabei nicht angesteckt wird, taub und nicht fähig des Enthusiasmusses ist.

Die musikalische Mischung aus At The Drive-In, Wolf Parade, den Cold War Kids sowie dem Einsatz von Iron Maiden-Gitarren hört sich krude an und mag der eine oder andere bestimmt nicht nachvollziehen können, aber ich stehe dazu, denn was sie daraus machen ist atemberaubend, ansteckend und einzigartig. Sie haben mir versprochen, dass sie im späteren Sommer wohl auch nach Deutschland kommen werden und da sie aus Seattle sind, werde ich sie hiermit beim Wort nehmen – wenn sich eine Band nach einem Vulkan benennt, so ist es natürlich kein Wunder, dass sie live ihre Lava über uns ausgießen…

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"About Songs" morgen auf Byte FM



So, ich bin nun wieder seit genau zwei Wochen aus den USA zurück und habe natürlich viel schöne Musik mitgebracht, die ich euch morgen im Rahmen eines “About Songs SXSW”-Special vorstellen möchte.

Wie immer natürlich um 23 Uhr auf Byte FM.

hier zu hören und natürlich freue ich mich, wenn ihr “einschaltet” und bin für jedes Feedback dankbar.

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"discovering new artists at SXSW 2009" - Telekinesis



Nachdem jetzt genug Zeit war, mal in Blind Pilot hineinzuhören, geht es in die zweite Runde und diesmal gehen wir von Portland etwas weiter in den Norden nach Seattle (ach!), denn da gibt es eine noch recht neue Band mit dem eher durchschnittlichen Namen Telekinesis.

Hinter Telekinesis verbirgt sich primär Michael Benjamin Lerner, der auf dem Debüt -Album (Merge Records) alle Songs geschrieben und gesungen und so gut wie alle Instrumente gespielt hat. Live konzentriert er sich neben dem Gesang vor allem auf das Schlagzeug, so dass dieses auch im Mittelpunkt der Bühne steht. Den noch recht jungen Mann kann man ohne Übertreibung als großes Songwriting-Talent bezeichnen, was sich am besten an Songs wie ‘Coast Of Carolina’, ‘Great Lakes’ oder ‘Look To The East’ ausmachen lässt, die dabei irgendwie noch sehr frisch und fast jugendlich-naiv klingen. Letzterer Song oder auch ‘Tokyo’ zeigt Lerners Liebe zu Japan, ohne dass er je dagewesen ist.

Produziert wurde das Album übrigens von Chris Walla (Death Cab For Cutie), der es unglaublich findet, wie Lerner die Songideen nur aus dem Ärmel schüttelt, und Eric Elbogen von Say Hi, mit dem sie gerade auf US-Tour sind, meinte zu mir, vielleicht zu recht, dass Telekinesis “huge” werden. Davon können wir uns auch hier recht schnell ein Bild machen, denn sie werden nicht nur auf dem “Immergut-Festival” spielen, sondern auch noch ein paar weitere Shows im Mai und das Album erscheint dann endlich im Juli.

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