Sleepless in Seattle!
veröffentlicht am 14. März 2009 von Jörg
Eigentlich soll es hier um meine Erfahrungen des gestrigen Live-Abends im Tractor Travern in Seattle gehen, aber vorher möchte ich mir etwas Mitleid abholen, denn waren es gestern Nacht immerhin 4 Stunden Schlaf, so habe ich heute mit 3 Stunden einen Rückschlag erlitten und das liegt nicht daran, dass ich hier lange Saufnächte verbringe….
Gestern also auf einem Konzert, wo THE MINUS FIVE, die Band um Scott McCaughey (Young Fresh Fellows, R.E.M.-Sideman) und Peter Buck (R.E.M.), als Support fungierten und dies solide, aber mit wirklich antiquiertem Songmaterial, taten. Ihre Musik mag für den einen oder anderen nostalgisch anmuten, aber Scott ist kein guter Songwriter und somit war das Highlight das Cover von ‘Teenage Kicks’. Ein paar Songs vom im Juli erscheinenden Album ließen zwar etwas aufhorchen, aber ein Lächeln wurde kaum auf die Gesichter gezaubert.
Dann kamen die Headliner in Form von KMRIA (=Kiss My Royal Irish Arse), einer THE POGUES-Tribute-Band bestehend aus Casey Neill, Chris Funk & Jenny Conlee (The Decemberists), Ezra Holbrook (Dr Theopolis), Hanz Araki (The Paperboys), Jesse Emerson (Amelia), Derek Brown (Eels) und noch mal Scott McCaughey.
Die Songs der Pogues hatte ich wirklich lange nicht gehört und war sehr gespannt, ob sie mich nach all den Jahren noch mal mitreissen würden und der Abend zeigte, dass sie wirklich viel Gutes vollbracht haben, was hier von KMRIA in wundervoller Weise, mit unglaublich viel Spaß und Power, vorgetragen wurde. Entsprechend euphorisch war die Stimmung, was bei 90% Amerikaner irischer Abstammung auch kein Wunder ist. Die Hits muss ich hier bestimmt nicht alle aufzählen, denn es waren einfach alle dabei und gesanglich wurde sich schön abgewechselt, wobei Casey Neill dem guten Shane McGowan am ehesten das Wasser bzw. das Wein/Guiness-Gemisch reichen konnte.
Wäre schön, wenn man diese Band mal nach Deutschland holen würde, denn hier haben Cover- bzw. Tribute-Bands einen ganz anderen Charakter und eine wesentlich größere Spielfreude als bei uns, wo langweilige Musiker versuchen, Geld auf Stadtfesten zu verdienen. Das war SPASS und demnächst hoffentlich mehr von einem ausgeschlafeneren USA-Besucher…
Kategorie: About Shows
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