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Veröffentlichung: 11.11.2011


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Conor Oberst - Conor Oberst



Conor Oberst mit einem Solo-Album, obwohl di Hauptband Bright Eyes doch auch irgendwie sein Solo-Ding ist? Macht das denn Sinn? Nach Eigenaussage versteht er Bright Eyes immer mehr als Band und wollte hier nach der Flucht aus seiner Wahlheimat New York was reduzierteres machen.

Auch wenn dies natürlich trotzdem ein Bright Eyes – Album sein könnte, nicht zuletzt weil er mit Andy LeMaster (Now It’s Overhead) oder Nate Walcott (Bright Eyes!) dann doch wieder Freunde um sich gescharrt hat, findet man die Unterschiede vor allem in der noch größeren Anlehnung an den US-Folk vergangener Zeiten, dem wohltuenden Mangel an Opulenz und einer gewissen Entspanntheit, die sich im Hängematten-Cover festmachen lässt. Diese scheint er in Mexiko gefunden zu haben und wird in dem leichten ‘Sausalito’ oder dem überflüssigen Conch-Instrumental ‘Valle Mistico’ (Name des Studios) entsprechend gewürdigt.

Natürlich und zum Glück ist es trotzdem kein sehr positives Album geworden, was schon der Opener ‘Cape Canaveral’ zeigt, bei dem Mr. Oberst völlig alleine ist – schön. In einigen Momenten wie ‘Get-Well-Cards’ spürt man seine Songwriter-Reife, die in einigen Momenten stark an Bob Dylan erinnert.

Klar darf im Mittelteil (‘Danny Callahan’, ‘I Don’t Want To Die (In A Hospital)’, ‘Eagle On A Pole’) auch mal etwas geschludert werden, was nicht jedem gefallen dürfte, aber der Hass auf NY ‘NYC – Gone, Gone’ macht dann richtig Spaß, bevor die “Trucker”-Hymne ‘Moab’ mit Textzeilen wie “there’s nothing that the road cannot heal” eine völlig neue Zielgruppe erschliesst. ‘Souled Out’, mit Neil Young – Gitarre, und das mehr als großartig-melancholische ‘Milk Thistle’ runden das Album dann mehr als würdig ab.

Vielleicht wird der eine oder andere die Songs etwas zu gemütlich finden, aber erneut beweist hier ein Künstler, dass er eine sehr große Portion Talent in die Wiege gelegt bekommen hat und dass sich sowohl das Songwriting als auch der Gesang auf hohem Niveau bewegen, was ihn von vielen Songwritern unterscheidet. (Wichita)

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