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Veröffentlichung: 22. August


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Unbunny - Snow Tires



Mit dem Begriff “zeitlose Musik” wird ja im Allgemeinen ziemlich fahrlässig und inflationär umgegangen, dabei kann man vieles heute sicher als weit weg von zeitlos bezeichnen. Ein Paradebeispiel für zeitlos stellt das fünfte Album von Unbunny dar, welches in den USA nämlich bereits im Jahre 2005 veröffentlicht wurde und schon vorab sei verraten, dass es völlig egal ist, wann diese Songs geschrieben wurden, da man sie immer wird hören können.

Hinter Unbunny verbirgt sich Jarid Del Deo, dessen Gesang und Songs so ruhig und fast zerbrechlich sind, dass es eine wahre Hörfreude ist. Wer Musik von Grandaddy, Elliott Smith, The Shins und teilweise Nada Surf als eine Wonne empfindet, dem sei “Snow Tires” ans melancholische Herz gelegt. Irgendwie fühlen sich die besten Songs ‘Casserole’, ‘I Leave Stones Unturned’ und ‘Pink Lemonade’ so an, als würde man sie schon seit Jahren kennen, nur fällt einem nicht ein, von wem sie denn sind.

Wenn man sich jetzt mal überlegt, wo derart schöne und unprätentiöse Musik ihr Zuhause hat, kommt man schnell auf den Nordwesten der USA und bei Seattle schlagen meine Sympathiewerte natürlich Purzelbäume. Vielleicht hatte ich Unbunny ja schon während meiner Besuche dort ungewollt entdeckt und jetzt findet ein Wiedersehen auf anderer Ebene statt…

Übrigens hat es auch Vorteile, dass es mal etwas länger dauert, denn so wartet die hiesige Version von “Snow Tires” mit einem tollen Cover-Artwork der Künstlerin Thea Drechsel sowie zwei Bonustracks auf.

“Snow Tires” ist besser als das letzte Nada Surf – Album und bisher das beste Werke des noch jungen Hamburger Labels. (Affairs Of The Heart)

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"About Songs Volume 3"



Cover Klar gibt es hier jeden Freitag die Besprechung zu einem neuen Album und auch heute geht es um ein solches, aber diesmal aus der Rubrik “in eigener Sache”, denn es geht um “About Songs Volume 3”.

Lange hat es gedauert, aber nach fast zwei Jahren Wartezeit wird mit dem heutigen Tage endlich “About Songs Volume 3” veröffentlicht. Natürlich wieder mit einem schönen Cover und einer entsprechenden Verpackung im Digi Pack sowie speziellem Papier. Nicht neu ist auch die Tatsache, dass ich es mir nicht habe nehmen lassen, ein paar äußerst subjektive Ankedoten zu den einzelnen Songs zu schreiben.

Wirklich stolz bin ich aber darüber, dass der von mir hoch geschätzte amerikanische Schriftsteller Joey Goebel (“Freaks”, “Vincent”) diesmal für das Vorwort gewonnen werden konnte, denn sein großes Herz schlägt sehr für die Musik.

Nun möchte ich abschließend natürlich die Künstler nicht unerwähnt lassen, denn letztlich geht es ja immer noch um “Songs”:

Boy Omega – Aqueduct – Murder – Alela Diane – Port O’Brien – Sir Simon – Cloud Cult – Whip – Why? – Get Well Soon – David Bazan – MGMT – The Miserable Rich – Björn Kleinhenz – Rocky Votolato – Scout Niblett

Klar könnt Ihr “About Songs Volume 3” auch über meine Labelseite direkt bestellen – hier

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Fleet Foxes - Fleet Foxes



Wer sich öfter auf dieser Seite befindet, wird den Namen Fleet Foxes schon merhfach hier gefunden haben, denn sie haben ja kürzlich erst ihre EP “Sun Giant” veröffentlicht und waren auch schon auf Tour, zuletzt durfte ich sie beim Haldern-Pop-Festival sehen.

Nun geht es aber erstmal um das Debütalbum, das an Schönheit schwer zu überbieten ist und der doch etwas überstrapazierten Diskussion, welches nun DAS “Sommeralbum” ist, endlich ein Ende setzt. Schon die ersten Töne von ‘Sun It Rises’ bereiten den Weg in eine Zeitreise durch längst vergangene Musik von Künstlern wie den Beach Boys, Simon & Garfunkel, The Band und vielen mehr. Eine Musik, die natürlich tief in den USA seine Wurzeln hat und hier in Form der Fleet Foxes eine Sehnsucht in eine bessere (Musik-)Welt entstehen lässt.

Neben Band Of Horses und Okkervil River zählt das Quintett aus Seattle zum Besten, was es zur Zeit so gibt und dass derartige Bands nun auch bei uns einen gewissen Erfolg verbuchen können, ist das eigentlich Faszinierende, denn ihre Musik und Einflüsse könnten amerikanischer kaum sein. Dabei treiben die Fleet Foxes besonders die vierstimmigen Harmonie-Gesänge auf einen Gipfel, der uns zwar manchmal etwas ungewohnt anmuten mag, aber gerade daher eine Klasse und Einzigartigkeit hat, die man in Europa mit der Lupe suchen muss.

Außerdem haben sie so viele Songideen, dass man wie bei ‘Ragged Wood’ öfter das Gefühl hat, es handelt sich um zwei Songs. Natürlich hat der Rezensent mit dem ruhigen, wunderschönen ‘Tiger Mountain Peasant Song’, dem nicht aus dieser Welt stammenden ‘He Doesn’t Know Why’ und dem beschützenden ‘Your Protector’ so seine Favoriten, aber eigentlich ist das Herausstellen einzelner Songs im Kontext der Fleet Foxes und ihres Debüt-Albums eine Schande, denn es gibt wenige Alben in den letzten Jahren, die derart homogen sind und dabei eine Stimmung verbreiten, die ohne jegliche Drogen als ein berauschender Trip bezeichnet werden muss. (Bella Union)

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Conor Oberst - Conor Oberst



Conor Oberst mit einem Solo-Album, obwohl di Hauptband Bright Eyes doch auch irgendwie sein Solo-Ding ist? Macht das denn Sinn? Nach Eigenaussage versteht er Bright Eyes immer mehr als Band und wollte hier nach der Flucht aus seiner Wahlheimat New York was reduzierteres machen.

Auch wenn dies natürlich trotzdem ein Bright Eyes – Album sein könnte, nicht zuletzt weil er mit Andy LeMaster (Now It’s Overhead) oder Nate Walcott (Bright Eyes!) dann doch wieder Freunde um sich gescharrt hat, findet man die Unterschiede vor allem in der noch größeren Anlehnung an den US-Folk vergangener Zeiten, dem wohltuenden Mangel an Opulenz und einer gewissen Entspanntheit, die sich im Hängematten-Cover festmachen lässt. Diese scheint er in Mexiko gefunden zu haben und wird in dem leichten ‘Sausalito’ oder dem überflüssigen Conch-Instrumental ‘Valle Mistico’ (Name des Studios) entsprechend gewürdigt.

Natürlich und zum Glück ist es trotzdem kein sehr positives Album geworden, was schon der Opener ‘Cape Canaveral’ zeigt, bei dem Mr. Oberst völlig alleine ist – schön. In einigen Momenten wie ‘Get-Well-Cards’ spürt man seine Songwriter-Reife, die in einigen Momenten stark an Bob Dylan erinnert.

Klar darf im Mittelteil (‘Danny Callahan’, ‘I Don’t Want To Die (In A Hospital)’, ‘Eagle On A Pole’) auch mal etwas geschludert werden, was nicht jedem gefallen dürfte, aber der Hass auf NY ‘NYC – Gone, Gone’ macht dann richtig Spaß, bevor die “Trucker”-Hymne ‘Moab’ mit Textzeilen wie “there’s nothing that the road cannot heal” eine völlig neue Zielgruppe erschliesst. ‘Souled Out’, mit Neil Young – Gitarre, und das mehr als großartig-melancholische ‘Milk Thistle’ runden das Album dann mehr als würdig ab.

Vielleicht wird der eine oder andere die Songs etwas zu gemütlich finden, aber erneut beweist hier ein Künstler, dass er eine sehr große Portion Talent in die Wiege gelegt bekommen hat und dass sich sowohl das Songwriting als auch der Gesang auf hohem Niveau bewegen, was ihn von vielen Songwritern unterscheidet. (Wichita)

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