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Veröffentlichung: 11.11.2011


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Port O'Brien - All We Could Do Was Sing



Was ist es immer für eine Freude, wenn man sich neuen Bands widmen darf, sie neu für sich entdeckt und mehr über diese Band erfahren möchte.

Hier geht es um das Debüt-Album der in Oakland, Kalifornien residierenden Band Port O’Brien. Damit sind sie schon mal Nachbarn von Rogue Wave, was zunächst einmal wenig über ihre Musik aussagt, aber mit ähnlichem Charme und Sympathie verbunden ist.

Kopf der Band ist Van Pierszalowski, dessen Aussage “ein Jahr hat 265 schöne Tage und 100 höllische” schon etwas skuril anmutet. Wenn man aber weiß, dass er seinem Vater bei der Lachsfischerei in Alaska hilft und dies zu den gefährlichsten Jobs zählt, kann man ihn da sicher besser verstehen. So verarbeitet er diese Schinderei dann auch textlich in Songs wie ‘Stuck On A Boat’ – hier hört man das Wasser – und ‘Fisherman’s Son’, die zu den besten Songs des Albums zählen.

Beliebte Vergleiche mit Arcade Fire oder den Decemberists sollen hier als kleine Anhaltspunkte herhalten, aber besonders die wehmütige Stimme Pierszalowskis macht Port O’Brien zu etwas Besonderem. Zwar kann die Klasse des triumphalen Anfangs nicht ganz durchgehalten werden, aber es wäre ungerecht jetzt Kleinigkeiten zu kritisieren und die Euphorie zu relativieren.

‘Alive For Nothing’ würde ich mal als eine Reminiszenz an Neil Young bezeichnen und könnte vom Meister selber stammen, aber diese melancholischen Momente werden immer wieder von einem musikalischen Sonnenschein aufgebrochen.

“All We Could Do Was Sing” ist sicher kein komplex durchstrukturiertes Album und wirkt dadurch frisch und leicht, natürlich mit der nötigen Ernsthaftigkeit und vielen Ideen wie z.B. bei ‘Pigeonhold’. Besonders die Mischung aus reduzierten Akustiksongs und fast opulenten Fischer-Pop-Songs gefällt. (City Slang)

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