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Veröffentlichung: 22. August


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White Rabbits - Fort Nightly



Schön, dass dieses Album nun auch bei uns das Licht der Welt erblickt, denn in den USA ist es seit über einem halben Jahr erschienen. Die White Rabbits kommen ursprünglich aus Columbia, Missouri, sind aber gemeinsam schon vor vier Jahren nach New York gezogen und dieser Schritt scheint ihre Musikalität in die richtigen Bahnen zu lenken.

“Fort Nightly” ist ein Debüt von dem man sagen kann, ein Nachfolger wird es sehr schwer haben, denn die Songs sind einfach schon verdammt reif, wohlüberlegt und mit einer Eigenständig- und Selbstverständlichkeit gesegnet, dass eine Steigerung kaum möglich erscheint. Rhythmus und Dynamik stehen bei den White Rabbits im Vordergrund, was nicht zuletzt das Line-Up belegt, welches aus zwei Schlagzeugern besteht. Das macht es natürlich auch live zu einem Erlebnis, dem ich gerade in Austin beim SXSW-Festival beiwohnen durfte. Dass auch zwei Sänger diesem Werk ihre Stimme geben, fällt bei Hören des Albums dagegen etwas weniger auf.

Entdeckt habe sicher nicht nur ich die Band bei einem Auftritt in der Letterman-Show, wo sie den Hit ‘The Plot’ spielten. Diesem fehlt zwar irgendwie ein richtiger Refrain, aber die angesprochene Eingängkeit und Dynamik macht sich hier besonders stark Platz. Allerdings haben die White Rabbits hier fast nur starke Songs im Gepäck, so dass besonders auch diese Homogenität den Standard des Debütalbums zeigt.

Musikalisch gibt es bei den White Rabbits einiges an Einflüssen zu entdecken. Den Ska von Madness und The Specials, jazzige Anleihen vor allem beim Piano und eine Rhythmik, die an Bands wie Delta Spirit und Cold War Kids – beides befreundete Bands – erinnern lässt. Aber auch andere New York – Bands wie Robbers On High Street und The Walkmen können als Referenz herhalten, was keinerlei negativen Einfluss auf die schon angesprochene Eigenständigkeit der White Rabbits hat.

Schon im Mai wird uns das Sextett live beehren und ihren sehr eigenen Groove unter das meist etwas tanzmüde Volk bringen. Die White Rabbits reihen sich mit “Fort Nightly” nahtlos und voller Kraft in die Vielzahl neuer, hochklassiger US-Bands ein, die mich als Europäer vor Neid erblassen lassen. (Fierce Panda)

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