Suche


About Songs auf MySpace

myspace.com/aboutsongs

Kategorien

About About Songs
About Albums
About Books
About Shows
About Songs Club
About Songs Compilation
About Songs Radio Show
Krachkeks Kolumne

Archiv

Misc

Links
Feed RSS    Feed Atom
About Songs

Flyer

weitere Informationen Download: Flyer
About Songs Compilation
Vol. 3

About Songs Cover

Veröffentlichung: 22. August


Kontakt    Impressum

Timesbold - Ill Seen Ill Sung



Die tollen Timesbold legen ihren dritten Streich vor. Wer Jason Merritts eindringlichem Gesang standhält, ist melancholischer Musik sicher nicht abgeneigt, transportiert dieser doch einen gewissen Teil Leid und treibt einem diverse Schauer über den Rücken. Mittlerweile lebt er in Portland, hat seine Drogensucht in New York gelassen, seine Liebe dagegen nicht. 4.500 Kilometer sind ein langer Weg, um eine Band am Leben zu halten, sein Solo-Projekt Whip hilft da sicher bei der Überbrückung und dass es Timesbold nicht schadet, sieht und hört man an ihrem neuen Werk.

Kein karges, reduziertes Singer/Songwritertum, sondern eine musikalische Opulenz, die man eher von The Arcade Fire gewohnt ist und die auch hier nie zum Selbstzweck verkommt, nur in einer anderen Geschwindgkeit und Dramaturgie als bei genannter Band. Der Opener ‚Old Hannah’ ist die Sorte Song, bei dem ein “in einer guten Welt ein Hit!” über die Lippen kommt. Das dezent beginnende ‘Any Lethal Storm’ baut sich mehr und mehr auf, wird intensiver und lässt Verzückung zurück. Nicht nur dieser Song zeigt, dass hier eine wirkliche Band am Start ist, denn ein so homogenes Stück schreibt man nicht, wenn man in verschiedene Richtungen möchte. Man sieht sich selten und wenn gibt es nicht viel zu reden, aber die Musik verbindet und sagt doch so viel mehr.

‘All Readymade’ beginnt mit einer Harfe und sofort denkt man an die grandiose Joanna Newsom und flüchtet doch schnell in den warmen und tiefen Gesang Jason Merritts. Musikalisch erinnert “Ill Seen Ill Sung” an Filme, die bei mehrmaligem Sehen immer neue Einblicke geben, neue Blickwinkel eröffnen oder einfach dem Ohr einiges abverlangen. Das Quintett ist selten minimalistisch, aber doch so eigen wie Sixteen Horsepower, dabei aber meist noch viel trauriger, wie ‘Takeaway’ (“so take me away, i´m weary as hell – my tongue is too numb for to speak”) oder ‘Mama’ eindrucksvoll belegen.

“Ill Seen Ill Sung” ist bestimmt weit davon entfernt, ein leicht verdauliches Album zu sein. An Intensität, Melancholie und Eindringlichkeit gibt es aber zur Zeit fast nichts, was Timesbold das Wasser reichen könnte. (Glitterhouse)

live:
02.05. München-Feierwerk, 03.05 Offenbach-Sandstr., 04.05. Karlsruhe-JuBez, 10.05. Krefeld-Kulturrampe, 11.05. Beverungen-Orange Blossom, 12.05. Duisburg-Steinbruch, 13.05. Wetzlar-Franzis, 14.05. Nürnberg-MuZ, 15.05. Stuttgart-Laboratorium, 16.05. Wesel-Karo, 17.05. Hannover – Glocksee, 18.05. Berlin-Zapata

Kategorie Kategorie: Kommentare Kommentare


"About Songs"- Club & Radio Show



About Songs Flyer Morgen gibt es wieder das Doppelpack “About Songs”! Zum einen mit den großartigen DEAR EUPHORIA aus Schweden live im Grünen Jäger.

Zum anderen die Radio-Show auf Tide 96.0 (Kabel 95.45) oder hier

Playlist wie immer vorab hier:

Get Well Soon – Christmas In Adventure Parks
Rogue Wave – Lake Michigan
Nada Surf – See These Bones
R.E.M. – Supernatural Superserious
Slut – Wednesday (feat. Dillon)
Dear Euphoria – Snow
Timesbold – When I Come Around
The Marble Man – Sugar Rails
Cedarwell – Wake Up!
Björn Kleinhenz – Fast And Slow
Blackmail – (Feel It) Day By Day
Band Of Horses – Cigarettes, Wedding Bands
Murder – Queen Of Calm

Kategorie Kategorie: Kommentare Kommentare


Krachkeks-Kolumne Folge 33 "Echo 2008"



Kaum hat das Jahr 2008 begonnen, steht auch schon wieder der „Echo“, der deutsche Musikpreis, vor der Tür, zum 17. Mal übrigens, und natürlich frage ich mich, warum man ihn denn noch rein lassen sollte?

Angetreten, um mit dem größten internationalen Musikpreis „Grammy“ mithalten zu können, wird heute wohl kaum jemand behaupten wollen, dass dieser Anspruch in all den Jahren auch nur entfernt erreicht werden konnte. internationale Künstler sind Mangelware, vor allem natürlich jene, die auch erfolgreich sind. Klar versuchen die Major-Plattenfirmen noch immer alles, um ihre amerikanischen Stars zum deutschen „Echo“ zu bewegen, aber etliche Pannen in den letzten Jahren – hier sei nur an die arme Alanis Morissette erinnert, die ihren Auftritt dreimal wiederholen musste – sowie die mangelnde Relevanz des deutschen Musikmarktes für viele Künstler, die da natürlich eher Groß-Britannien im Focus haben, machen dieses Unterfangen immer schwieriger. wenn man dann tatsächlich einen internationalen Star wie Alicia Keys überreden konnte, so tut ihre Absage einen Tag vor der Show natürlich doppelt weh.

Der Lebenswerk-Echo, soviel war vorher schon klar, ging diesmal an Rolf Zuckowski und der „Sonderpreis für herausragende verdienste um die deutschsprachige Musik“ an Dieter Thomas Heck. wenn man den Respekt vor dem Alter mal beiseite schiebt, so wird deutlich, dass die Musikbranche nicht mehr viel tiefer sinken kann. nicht nur der Name des Preises mutet an, als würden wir noch in den 30er Jahren leben, auch die Tatsache, dass Dieter Thomas Heck für eines der größten deutschen, musikalischen Verbrechen namens „Hitparade“ verantwortlich ist, macht deutlich, wie provinziell diese Veranstaltung ist. vielleicht ja keine schlechte Idee, dass man jetzt auch Leuten einen Echo verleiht, die noch nicht mal Musiker sind. damit erschließen sich ganz neue Möglichkeiten und vielleicht sollte man dies noch mit unsäglichen Verlosungen kombinieren, bei denen jeder einen Echo gewinnen kann. der Hauptgewinner darf sich diesen dann höchstpersönlich in Berlin abholen. jedem Deutschen seinen Echo!

Nun wird das Echo (Achtung Wortspiel!) zur Echo-Verleihung im Ausland wie immer gleich null sein und darüber bin ich sehr erleichtert, denn was da wieder auf der Bühne stand und Preise gewonnen hat, treibt mir die Schamesröte ins Gesicht. die Doppelpreisträger heißen Herbert Grönemeyer, Bushido und DJ Ötzi und zeigen das Niveau auf dem in unserem Lande Musik gemacht wird. man ist geneigt, den Herbert Grönemeyer hier etwas außen vor zu lassen und noch am besten zu finden. was gab es beim diesjährigen Echo denn noch so?

La Fee, mittlerweile 17, heimste wie beim letzten Mal einen Echo ein und sollte jeder Versicherungskauffrau Mut machen, dass die Musikkarriere eine gute Alternative ist, denn um Charisma und Ausstrahlung scheint es in Deutschland eh nicht zu gehen und dass musikalische Qualität eine Rolle spielt, glauben nicht mal die Sicherheitskräfte vor Ort. Gruppe National haben diesmal die Ärzte gewonnen und nächstes Mal werden es dann wohl wieder die Hosen sein, Kastelruther Spatzen und Linkin Park gewinnen auch wieder – gute Kombi übrigens – Mark Medlock (Newcomer), Kriegsveteran James Blunt (Künstler International), die Böhsen Onkelz (bestes Video) und die Fantastischen Vier (Gruppe National) reihen sich nahtlos in eine Reihe musikalischer Künstler ein, um die uns wohl nicht mal Andorra beneiden würde.

Vor ein paar Jahren gab es beim Echo noch den einen oder anderen Lichtblick (z.b. R.E.M.), aber diesmal gab es nicht mal ein kleines Lichtlein, wenn man von der abgefeierten Britney Spears – Parodie des Pochers mal absieht, die selbst mir den Anflug eines nichtspöttischen Lächelns aufs Gesicht trieb. sind wir schon so weit gesunken, dass der Pocher als Licht am Ende des Tunnels funigert?

Kategorie Kategorie: Kommentare Kommentare [2]


Get Well Soon - Rest Now, Weary Head! You Will Get Well Soon



Das ist es also, das Werk, von dem ganz Deutschland spricht und schreibt, zumindest was Musikinteressierte und Musikmagazine angeht. Natürlich geht es jetzt darum, das Haar in der Suppe zu finden bzw. zu verifizieren, ob all das über Get Well Soon ausgeschüttete Lob rechtens ist oder doch etwas zu leichtgläubig verteilt wurde.

Mit dem Cover-Artwork und dem Intro in Form des wiederholten Albumtitels lässt schon der Anfang einen äußerst positiven Lichtstrahl durch die Blätter, denn die meisten Intros sind blosse Staffage in Form eines Gags und eigentlich überflüssig. Klar merkt man auch gleich, dass dieses Album mitnichten spontan entstanden ist, sondern ein Prozeß des Findens und der Reife darstellt. Anspruchsvolle bis opulente Instrumentierung, wie wir sie eher von nichtdeutschen Produktionen gewohnt sind, machen das Album zu einer Entdeckungsreise, die meist äußerst spannend, aber zwischendurch auch mal langweilig wird.

Das schleppende und bläserdurchsetzte
‘you/aurora/you/seaside’ ist ein wahrhaft guter Beginn und leitet elegant in den ersten Höhepunkt ‘christmas in adventure parks’ ein. Dabei neigt der Gesang Konstantin Groppers zu Meinungsverschiedenheiten, da die einen diesen vielleicht als etwas monoton und gelangweilt beschreiben, während die anderen dessen Sonorität und auch Abwechslung lieben werden. “Save our souls with your golden heart”!

Auch mit den weiteren Songs geht die Reise spannend weiter und Konstantin ist dabei ja nicht allein. So steht seine Schwester Verena bei einigen Songs mit der weiblichen Stimme parat und spielt bei anderen die erste Geige, die Trompete ist eh gerade wieder modern und somit oft zu hören und nie dienen die Instrumente einem Zweck des reinen Protzens, sondern als Stilmittel, ohne die die Reise ganz anders verlaufen wäre.

Mit ‘if this hat is missing I have gone hunting’ und dem wunderbaren “Shoot baby, shoot baby”-Chor-Refrain ist ein nächster Gipfel erreicht, auch wenn der Song bei häufigem Hören sogar etwas nerven kann. So legen wir mit dem nachfolgenden Titel dann auch eine erste Ruhepause ein, die wir uns durchaus verdient haben und die eine schöne geworden ist. Banjo, Akustikgitarre und dezente Elektronik sowie ein singender Engel lassen uns innehalten. Diese geht nahtlos in das etwas dramatisch-zynische ‘I sold my hands for food so please feed me’ über, welches uns in die gleiche Atmosphäre versetzt, die wir vor der Rast hatten.

Kaum zu glauben, dass das Album nun erst zur Hälfte vorbei ist, wo wir doch schon so viel erlebt haben. Die Fahrt geht zunächst etwas ruhiger weiter, was nicht so spektakulär ist, aber so ein kleines Nickerchen kann ja nicht schaden. Das eingestreute Underworld-quasi-Cover ‘born slippy nuxx’ lässt uns kurz aufschrecken, aber auch wieder entspannt ins Polster sinken, da man nicht wirklich was verpasst.

Mit ‘your endless dream’ ist man dann endlich auf dem Balkan angekommen, holt entsprechende Instrumente zur Hand und legt die Stimme noch ein bisschen tiefer, so dass sie schon fast wie der Sohn von Tom Waits klingt, wobei jünger dann auch poppiger heißt, also keine Angst. Zum Ende hin ist es wie immer bei einer Reise, man möchte endlich ankommen, hat die Reise-Romantik abgestriffen und langweilt sich so ein kleines bisschen. Dabei rauscht mit ‘ticktack! goes my automatic heart’ ein weiteres Stückchen Schönheit am Fenster vorbei, das wir nicht gebührend würdigen, bis wir uns dann in den Bergen verfahren haben (‘lost in the mountains of the hearts’).

Das fühlt sich aber überraschend gut an und plötzlich ist die Energie wieder da, die Müdigkeit weg, wir fühlen uns wie in einem James Bond – Film und singen im Chor “With the love that you spit on a dusty ground”.

Wenn man kritische Anmerkungen zu einer eigentlich großartigen Reise machen möchte, so fällt auf, dass sie hier und da etwas mehr Luft zum Atmen, etwas mehr Lockerheit vertragen hätte können – dies liegt uns Deutschen aber meist eh nicht so im Blut. Jetzt gleich von den deutschen Arcade Fire zu reden, wäre etwas vermessen und würde Get Well Soon auch nicht gerecht werden. (City Slang)

Kategorie Kategorie: Kommentare Kommentare


Nick Hornby - Slam



Irgendwie macht sich bei mir immer Freude breit, wenn es ein neues Buch des 50-jährigen “Kult”-Autors Nick Hornby zu entdecken gilt. Dies liegt sicher daran, dass er einen lockeren, lustigen und häufig ironischen Schreibstil hat, wie ihm deutschen Popliteraten doch leider nicht im Blute liegt.

Klar gab es im literarischen Schaffen von Nick Hornby immer Aufs und Abs und sein letztes Werk “Long Way Down” hätte etwas Warnung sein können, denn dieses zählt sicher zu seinen besten Büchern und oftmals schürt das dann die Erwartungen auf das nächste, welches diesen dann selten gerecht werden kann.

Nun also “Slam”, was hier keineswegs eine Nähe zu Poetry-Slam suggerieren soll, denn Slam ist lediglich eine Skateboardübung und damit wären wir schon mitten im Leben der Hauptfigur Sam, der als 15-jähriger Schüler dem leichten Leben entzogen wird, da er eine kurze Liason mit Alicia eingeht, die eigentlich eine Klasse über ihm spielt. Seine erste große Liebe war dann auch keine lange, aber aus dieser resultiert, wir ahnen es schon, eine ungewollte Schwangerschaft.

Hier nimmt sich der Autor einem in England sehr weit verbreiteten Phänomen an, denn das doch oft als etwas spießig geltende Königreich liegt bei ungewollten (!) Teenager-Schwangerschaften klar vorne im europäischen Vergleich und schafft damit endlich mal wieder etwas, für das sie im Fußball nicht mehr sorgen…

Der beste Ratgeber von Sam und seinen Lebensfragen ist allerdings nicht seine 32-jährige Mutter, die hier doch eigentlich eine gute Ansprechpartnerin wäre, sondern Tony Hawk, der wohl berühmteste Skateboarder der Welt, der ihm in Form eines Posters gegenüber tritt. Nick Hornby versteht es, sich Sams Sicht in leichtfüßiger Schreibweise anzunehmen und uns dessen Unsicherheit und oftmals unverständliche Reaktionsweisen aufzuzeigen.

Allerdings gerät “Slam” doch in vielen Momenten einfach zu flach und zählt sprachlich sicher nicht zu Hornbys besten Werken. Dies gipfelt dann in vermeintlichen Sprüngen in Sams Zukunft, bei denen sich der Leser fragt, was er damit bezwecken möchte. Fast hat man das Gefühl, dass der Autor das Gefühl hatte, hier müsse noch eine zweite Ebene eingebaut werden, um es interessanter zu machen. Vielleicht hat er da sogar recht, aber hier geht diese Ebene leider nach hinten los.

Komisch, dass “Slam” in den Medien überall gelobt wird, aber oftmals steht da wohl eher der Sympathiker Hornby im Vordergrund als seine Bücher. Natürlich verzeihe auch ich ihm mal ein schwächeres Buch, denn das ist “Slam” leider in jedem Fall.

Kategorie Kategorie: Kommentare Kommentare [2]


weiter