Maritime - Heresy and the Hotel Choir
veröffentlicht am 9. November 2007 von Jörg
Der Sympath Davey von Bohlen und seine Maritime-Mannen legen mit “Heresy and the Hotel Choir” bereits ihr drittes Album vor und Davey wird doch noch immer als Ex-Sänger der verblichenen The Promise Ring bezeichnet. Warum dies immer wieder erwähnt wird, liegt an der Intensität, die diese Band und besonders ihr Überwerk “Wood/Water” ausmachte.
Ganz können Maritime dieser Vergangenheit nicht gerecht werden. Vielmehr spielt bei ihnen die Leichtigkeit der Songs eine entscheidende Rolle, aber diese ist halt auch ab und zu etwas zu leichtgewichtig. Das mag jetzt etwas kritisch klingen, ist aber bestimmt nicht die Suche nach dem Haar in der sonst lecker mundenden Suppe, denn den Geschmack dieser wird man nicht überdrüssig .
Der Opener ‘Guns Of Navarone’ zählt gleich zu den stärksten Momenten und erreicht mit “Leichtigkeit” die besten Momente der Vorgänger-Alben “We, The Vehicles” und “Glass Floor” und birgt die Hoffnung, dass sie hier den nötigen Schritt nach vorne machen. Dieser wird dann mit dem nachfolgenden ‘With Holes For Thumb Sized Birds’ aber schon wieder relativiert, irgendwie gut, aber doch nicht genial.
Der Gesang und die Texte Davey van Bohlens zeigen, dass er das Potential für die erste Liga hat. Songs wie der erwähnte Opener, ‘For Science Fiction’ oder ‘Pearl’ unterstützen diese These. Aber dann gibt es auch wieder nur gute Songs, die hier und da einer gewissen Banalität anheim fallen, auch wenn im Gegensatz zu den Vorgängern der Rockcharakter einzelner Songs schon mehr an The Promise Ring erinnern lässt.
“Heresy and the Hotel Choir” ist beileibe kein Schritt zurück und mindestens ebenbürtig mit dem bisherigen Schaffen von Maritime, allerdings spielen The Shins, Nada Surf oder Death Cab For Cutie vom Songwriting her einfach noch eine Liga höher. (Grand Hotel van Cleef)
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