Krachkeks-Kolumne Folge 28 "Madonna"
veröffentlicht am 17. Oktober 2007 von Jörg
Dass Madonna wenig mit Musik zu tun hat, ist nicht wirklich neu, denn eigentlich besteht diese Dame aus dem sich ständig neu erfinden können, um von der Musik, die sie ja eh nicht selber schreibt, abzulenken.
Nun ist sie wieder mal in den Medien und für diejenigen, die das noch nicht gelesen haben, sei gesagt, dass sie gerade einen “Multi-Millionen-Deal” mit Live Nation abgeschlossen hat. Wer Live Nation ist? Live Nation ist der schlappe Marktführer im weltweiten Konzertgeschäft, der sich jetzt anschickt, auch als Label zu fungieren, was Warner in diesem Fall nicht wirklich Spaß machen wird.
Klar überrascht es auf der anderen Seite auch nicht wirklich, gilt Madonna doch als knallharte Geschäftsfrau, bei der das Geschäft weit vor der Kunst kommt und man kann ihr kurz vor der musikalischen Rente nur ein bisschen übel nehmen, dass sie ihre Schäfchen ins Trockene bringen möchte. So viele Schäfchen gibt es doch aber gar nicht….
Was reitet denn nun eigentlich einen Konzern wie Live Nation, sich derartige Künstler unter den Nagel zu reißen? Wie wir alle seit Jahren wissen, ist vor allem das Label-Business stark defizitär und mitnichten die Zukunft der Musikbranche, so dass die Attraktivität doch stark gelitten hat. Aus Madonnas Sicht ist der Schritt schon nachvollziehbar, denn Warner wird sie nicht mehr mit Geld zuschütten, da die letzten Alben relative Flops waren und nie und nimmer die Vorschüsse eingespielt haben. Klar hält man sich so eine Künstlerin dann mal aus Prestige-Gründen, auch wenn sich das nicht rechnet, aber in diesem Fall hätte man das vermeintliche Prestige dann so teuer bezahlen müssen wie noch nie.
Aus der Sicht von Live Nation kann es eigentlich nur darum gehen, sich die Künstlerin noch stärker auf den Bauch zu binden. Außerdem fällt ein lästiger Partner mit dem Label weg, da man nun auch keinerlei Diskussionen oder gar Absprachen mehr treffen muss. Es gibt sicher einige Veranstalter, die schon versucht haben, ein eigenes Label zu betreiben, aber bisher immer gescheitert sind. Das wiederum liegt hauptsächlich daran, dass Veranstalter gerne jegliches Risiko vermeiden und gar nicht genau wußten, was denn die Labels für Arbeit und Geld in den Aufbau eines Künstlers stecken.
Nun glaube ich kaum, dass ein Konzern wie Live Nation den Aufbau neuer Künstler betreiben möchte, denn so blöd sind selbst die nicht. Vielmehr betreiben sie lieber den Abbau von Künstlern, eine Art Restverwertung wie im Fall Madonna und da die Anzahl ihrer ohnehin recht rar gesäten Konzerte in Zukunft bestimmt nicht mehr zunehmen wird, veröffentlicht man halt zumindest ihre Alben. Wir dürfen schon gespannt sein, welchen “Trend” Madonna als nächstes generiert, um ihre schlappe Musik unter das doofe Volk zu bringen.
Kategorie: Krachkeks Kolumne
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Tom am 7. November 2007, 16:25
Die geschätzte Johanna Adorjan hat in Anbetracht des letzten Husarenstücks von Madonna, Hung up, einmal geschrieben, sie (Madonna) sei die Meisterin der Resteverwertung: Immer dann, wenn man etwas aber auch wirklich überhaupt nicht mehr hören will, kommt Madonna und tut so als hätte sie als erste Person die Idee gehabt, verkauft irre Scheiben und nervt uns tot. So ein bekanntes Stück im Dingens zu samplen und dann hinter ihr Stück zu legen, ist doch eine tolle Idee- so sieben Jahre nach Stardust’s Music sounds better with you.
Und, lustig im Video: Aerobic! Voll 80er! Cool. Finden auf jeden Fall Klaus und Ingo aus Pattensen.
Da passt doch das Resteverwerterlabel super.
Den Respekt, den ihr Frau Adorjan dafür noch erweist, spare ich mir.