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Veröffentlichung: 22. August


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"About Songs"-Club mit AUDREY & The Heart Of Horror



About Songs Flyer Der letzte Mittwoch im Monat naht mal wieder und diesmal spielen bei “About Songs” im Grünen Jäger auch gleich zwei Bands/Künstler auf.

Zum einen The Heart Of Horror, ein recht neuer, deutscher Songwriter, der seine erste EP “Feels Like Falling” vor einiger Zeit veröffentlicht hat.
“Zeitloser, melancholischer Songwriterminimalismus. Eine Seelenreinigung, der man gerne zuhört.” (Visions)

Zum anderen das großartige, weibliche Quartett AUDREY. Die Schwedinnen haben im letzten Jahr ihr Debütalbum “Visible Forms” veröffentlicht und machen einfach wunderschöne Musik.

“Melancholie kann so zauberhaft klingen.” (Die Zeit)

Los geht es am 31.10., wie immer, ab 21:00 Uhr und wer möchte, kann sich hier einen kleinen Eindruck verschaffen.

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The Hives - The Black And White Album



Habe ich in letzter Zeit sehr viel Lob über Bands wie Band Of Horses, Okkervil River, Gravenhurst, etc. ausgeschüttet, so darf man sich nicht wundern, wie es jetzt weitergeht, oder?

Zugegeben, ich stand bestimmt noch nie im Verdacht, ein großer Fan der schwedischen Kopierer von The Hives zu sein, d.h. fand sie immer ziemlich langweilig und unterdurchschnittlich. Das hat sich mit dem neuen Album aber geändert.

Nein, ich werde auf meine alten Tage bestimmt nicht milder oder gar ausgeglichener und bin bestimmt auch mit dem einen oder anderen Vorurteil an “The Black And White Album” herangegangen. Fand ich The Hives schon immer recht überflüssig, aber für die unkreative Musik, die sie machten, zumindest nicht ganz mies, so fallen mir zum neuen Album einfach gar keine positiven Argumente mehr ein.

Die Songs rauschen belanglos an einem vorbei, in punkto Songwriting haben sie einen weiteren Schritt zurück gemacht – wusste gar nicht, dass das noch möglich ist – und so kommen sie nicht mal an ihre paar “Indie-Ballermann-Hits” heran, die sie ja berühmt gemacht haben.

Was macht man, wenn man bei einem Major-Label ist, man einen gewissen Druck verspürt, mal wieder ein Album zu veröffentlichen, da die böse Plattenfirma beim letzten Album schon die armen Hives wieder ein paar Mal zurück ins Studio beordert hatte, da das doch nicht alles gewesen sein konnte, einem aber partout keine Songs einfallen? Man nutzt wie bei ‘Try Again’ (gutes Motto zum Album übrigens!) mal etwas originelles, was nichts mit dem Song an sich zu tun hat: einen Kinderchor!

Hier soll nicht der Eindruck entstehen, als hätte ich etwas gegen Kinder, aber diese Idee ist so originell wie ihre ganze Musik und wie sehr wahrscheinlich auch die Charaktere dahinter. Einfältig, monoton, aber für den einen oder anderen vielleicht hier und da etwas lustig, für mich dagegen nicht.

Was fällt einem noch ein, wenn einem nichts einfällt? Die zur Zeit “hippsten” Produzenten sollten es sein, denn vielleicht fällt denen etwas mehr ein als der Band. Aber selbst dieser Schachzug funktioniert nicht richtig, denn wenn sich kein Produzent auf ein Album konzentrieren mag und mehrere Finger im Spiel sind, sollte man sich nicht wundern, wenn nur Stückwerk entsteht und “kein Album aus einem Guss”.

Vielleicht bin ich etwas zu hart in dieser Kritik (nein!), denn letztlich bekommt doch jedes Volk, was es verdient und mein Nischengeschmack scheint da recht irrelevant für den Massen-Mob zu sein. Auch muss ich dem Alter derart Tribut zollen, dass ich immer songorientierter werde, aber “The Black And White Album” ist nunmal grottenschlecht und keines weiteren Wortes würdig! (A&M/Universal)

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Handsome Furs - Knust (Hamburg)



Wo waren all die Leute, die immer sagen, dass sie sich sehr für Musik interessieren? In was für einem Land wohnen wir eigentlich?

Nein, das ist jetzt mal keine “Krachkeks-Kolumne”, sondern der Versuch einer Konzertkritik, aber wenn man Tränen in den Augen hat, schreibt sich diese halt nicht so leicht. Dabei meinte vorher noch ein Bekannter, dass die Handsome Furs doch über myspace so toll “gehyped” wurden. Was das wert ist? Natürlich nichts!

Das Ergebnis bestand dann in ca. 25 Menschen, inkl. Gästeliste, Club-Angestellte, etc., was dann im Knust, das immerhin ca. 550 Leute fasst, nicht so richtig voll aussieht. Es gab auch keine Vorband, so dass Dan Boeckner (Wolf Parade) und seine frisch angeheiratete Frau dann gegen 22:00 Uhr als Duo auf der Bühne erschienen. Etwas schüchtern, aber durchaus sympathisch ging es durch die Songs des großartigen Albums “Plague Park”, unterbrochen von kurzen Statements, wovon diese denn überhaupt handeln. So wissen wir nun auch endlich, dass mit ‘Handsome Furs Hate This City’ Toronto gemeint ist, welches sie dann auch prompt mit Frankfurt verglichen. Dazu sei gesagt, dass Toronto definitiv besser ist als Frankfurt!

Mit Drumcomputer, Keyboard, Gitarre und allerlei elektronischer Spirenzchen wurden die Songs auch gar nicht so minimalistisch kredenzt, wie man es bei einem Duo vermuten könnte und über allem stand natürlich die schräge, Mark durchdringende Reibeisenstimme von Boeckner.

Natürlich wurden alle Songs des Albums gespielt und nachdem dann nach ca. 50 Minuten Schluß war und von den mehr als spärlich besetzten “Rängen” eine Zugabe gefordert wurde, entschuldigten sie sich, dass sie keine Songs mehr haben und spielten mit ‘Lucky’ das Cover eines Tom Petty – Songs.

Trotz der recht dezimierten Anzahl wirklicher Musikliebhaber, war es auch für Handsome Furs ein wunderschön intimer Konzertabend, den alle Anwesenden sehr genossen haben und die meisten Ignoranten da draußen eh nicht wert gewesen wären. Fuck myspace!

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"About Songs" - Radioshow



Am morgigen Mittwoch ist es wieder soweit und ihr könnt einer neuen “About Songs”-Sendung fröhnen. Wie immer könnt ihr “About Songs” sowohl auf Tide 96.0 (Kabel 95.45) hören, als auch im Netz. Den Download dazu gibt es entsprechend hier – 18-19 Uhr

So, hier zum Abschluß noch die Playlist, die euch diesmal erwarten wird und wie ihr seht, gibt es einige neue Songs, u.a. von den genialen Band Of Horses, The Good Life, Babyshambles und White Rabbits:

Band Of Horses – Is There A Ghost
Elvis Perkins – While You Were Sleeping
Babyshambles – Carry On Up The Morning
The Heart Of Horror – Let It Go
Audrey – Plain Pieces
White Rabbits – The Plot
John Vanderslice – Numbered Lithograph
The Good Life – Keely Aimee
Two Gallants – Despite What You`ve Been Told
Ken Stringfellow – You Drew
Okkervil River – Plus Ones
BRMC – Windows
Gravenhurst – Trust
Band Of Horses – No One`s Gonna Love You

Natürlich auch wieder mit diversen Konzertankündigungen, denn im November sind viele der genannten Bands auf Tour!

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Band Of Horses - Cease To Begin



Vor kurzem noch geschrieben, dass das neue Okkervil River – Album weitaus positiver daherkommt als sein Vorgänger, so lässt sich dieses Phänomen auch bei dem zweiten Band Of Horses – Album “Cease To Begin” beobachten. Vielleicht ist positiv etwas irreführend, denn “zufrieden” trifft die Stimmung wahrscheinlich um einiges besser.

Zum Aufnehmen des neuen Albums ist Ben Bridwell mit seinen zum Teil neuen Mannen dafür zurück in seine Heimat South Carolina gegangen und wenn man die Band Of Horses schon mal live gesehen hat, weiß man, dass sie vor allem dann gut sind, wenn sie sich wohl fühlen. Zum Wolhfühlen also zurück in die Entspanntheit der Heimat und raus aus dem doch recht großstädtischen Seattle. Das belegen auch die beigelegten Naturaufnahmen…

Da sich bei dieser großartigsten neuen Band ein Vergleich zum genialen Debüt “Everything All The Time” verbietet, betrachten wir uns die neuen Songs mal etwas näher. Der Opener ‘Is There A Ghost’ zeigt schon die Einzigartigkeit dieser Band, die in Europa natürlich nie den großen Durchbruch schaffen wird.
Große Melodien, dominiert von Bridwells “Falsett”-Gesang und einer mangelnden Hektik, wie wir sie hier auf dem alten Kontinent nie erschaffen könnten.

‘Ode To LRC’ schaltet dann gleich mal einen Gang zurück und versetzt ein in Zusammenhang mit dem Betrachten der schon erwähnten Landschaftsbilder aus South Carolina in eine Wehmut, die den Wunsch nährt, doch Teil des Gebildes Band Of Horses zu sein. “The world is such a wonderful place” – so was könnte ich nie über meine Lippen bringen!

‘No One’s Gonna Lova You (More Than I Do)’ sorgt für die nächste Gänsehaut und ich frage mich, ob Mr. Bridwell überhaupt weiß, was für GROSSE Melodien er da schreibt? Das kann er nicht wissen, denn sonst würde er darüber nachdenken und sich selbst unter Druck setzen und wenn dieses Album irgendetwas nicht ist, dann ist es nicht unter Druck entstanden.

‘Detlef Schrempf’ ist sicher keine Widmung an den Basketballsport an sich, aber zum einen hat er ja bei den Seattle Supersonics gespielt und zum anderen könnte man ihn insofern mit Band Of Horses vergleichen, da er ähnlich unprätentiös agiert, sich selbst nie in den Vordergrund stellt und zu Bescheidenheit neigt. All dies gilt auch für den gleichnamigen Song.

‘The General Specific’ fröhnt dann den Südstaaten-Klängen mit Handclaps, Banjo, etc. und was bei anderen Bands schnell parodierend wirkt, passt sich hier wunderbar ins Gesamtbild ein und man traut sich hier mal zu einem kleinen Lächeln. ‘Islands On The Coast’ kann dann vielleicht als etwas schwächerer Song bezeichnet werden, aber dieses Attribut darf man im Zusammenhang mit dieser Band einfach nicht verwenden, da viele Musiker selbst für die vermeintlichen, in Nuancen etwas “schwächeren” Songs, bestimmt töten würden. ‘Marry Song’ zollt dann der Country-Blues-Ballade Tribut und ein derartiger Song entsteht halt auch eher in South Carolina als in Seattle, oder?

Zum Abschluß von “Cease To Begin” – sehr passender Albumtitel übrigens – wird zunächst ‘Cigarettes, Wedding Bands’ kredenzt, der zu den absolut stärksten Momenten zählt, den die Musikgeschichte erlebt hat. Klar neige ich jetzt vielleicht zu einiger Übertreibung und Euphorie und ich weiß nicht, ob ich mich freue, dass diese Band nur sehr wenigen Menschen vorbehalten bleiben wird, oder mich ärgern, dass das so ist?
Mit ‘Window Blues’ entlassen uns Band Of Horses dann und sorgen dafür, dass man am Ende des Albums erstmal eine 10-minütige Gedenkpause einlegen muß, bevor man dieses monumentale Stück Musik wieder und wieder hören muß.

“Cease To Begin” und natürlich auch sein Vorgänger haben uns eine Band von einem anderen Stern gebracht oder kann South Carolina einen derartigen Einfluß auf die Kunst einer Band haben? Ich wünsche mir, dass Band Of Horses sehr, sehr lange neue Songs schreiben werden, denn diese Gefühle dürfen einfach nicht aufhören. (Sub Pop)

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