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Veröffentlichung: 22. August


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Black Rebel Motorcycle Club - Baby 81



Es ist immer wieder ein Vergnügen, wenn ein neues BRMC-Album erscheint, denn im Gegensatz zu vielen anderen Bands da draußen, darf man wirklich gespannt sein, in welche Richtung sie sich diesmal verändert haben.

Die ersten beiden Alben “B.R.M.C.” und “Take Them On, On Your Own” wurden von den Kritikern mit überschwenglichem Lob überschüttet, was ich nicht so ganz nachvollziehen konnte, aber die Wahrnehmung bei dieser Band war schon immer sehr unterschiedlich, denn mit ihrem dritten Album “Howl” habe ich sie in mein Herz geschlossen, während viele Kritiker zwar den Stilwechsel anerkannten, aber ansonsten mit dem Americana, Folk und Blues von “Howl” nicht so viel anfangen konnten.

Es war dabei nicht nur ein mutiger Schritt, der zum Teil auch damit zu tun hatte, dass Drummer Nick Jago ab in die Entzugsklinik musste und man ohne Drummer dastand, sondern auch eine großartige Variante eines modernen Blues, die ich mir immer mal herbeigesehnt hatte, denn alles was sonst in diesem musiaklischen Genre passiert, klingt doch sehr nach nur noch Old School.

Nun also das vierte Album “Baby 81”, welches sicher die Leute und Kritiker versöhnlich stimmt, die mit “Howl” weniger anfangen konnten, ohne die Liebhaber des letzten Albums in Mißstimmung zu versetzen, d.h. Americana- und Blues-Elemente sind weiter vorhanden, aber es darf auch wieder mehr gerockt werden. Dazu ist der cleane Drummer auch wieder mit an Bord, so dass BRMC wieder wie eine Einheit klingen und weiterhin einen sehr coolen musikalischen Stil prägen, den man einfach mögen muss.

Es war immer schon einigermaßen schwer Highlights eines Albums zu benennen, da ihre Werke doch sehr homogen und in sich geschlossen anmuten, aber der Mittelteil des Albums schwächelt leider etwas. ‘Took Out A Loan’, ‘Berlin’ und ‘Weapon Of Choice’ sind gute, dynamisch rockende Opener, aber die nächsten vier Songs verlieren dann etwas an Konstanz und Kreativität, bevor ‘All You Do Is Talk’ als wahrer U2-Pop-Song daherkommt, eine Band, die von mir eigentlich so gar nicht geschätzt wird, aber immerhin singt hier nicht Bono.

In dieser Qualität geht es dann mit ‘Lien On Your Dreams’ und dem rockigsten Song des Albums, ‘Need Some Air’, weiter, bevor dann die letzten drei Songs das Album beenden. Diese drei Songs gehören dabei allerdings zum Besten, was BRMC bisher erschaffen haben und man könnte sich fragen, warum sie diese großartigen Songs am Ende des Albums fast verstecken.
‘Killing The Light’, ‘American X’ – ein 9-minütiger Song, der wie eine Zeitmaschine in die 70er Jahre wirkt – und ‘Am I Only’ belegen auf beste Weise, warum den Songs des BRMC so oft die Attribute “cool” und “sexy” zugeschrieben werden.

BRMC sind eine Band, die mich zwar emotional nicht so sehr berührt wie viele Bands des amerikanischen Nordwestens, aber mit ihrem ureigenem Stil trotzdem zu den wirklich guten Bands dieses Planeten zählt. (Island Records)

Black Rebel Motorcycle Club

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