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Veröffentlichung: 22. August


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The White Stripes - Icky Thump



Nachdem Jack White nach Nashville gezogen ist, eine Familie gegründet hat und mit den Raconteurs eine neue Band und ein großartiges erstes Album geschaffen hat, besinnt er sich nun wieder auf seine Hauptband The Whit Stripes und legt mit “Icky Thump” bereits das sechste Album vor.

Im Gegensatz zu unzähligen anderen Bands pflegen die White Stripes nicht nur ihren völlig eigenen Stil, sondern warten auch immer wieder mit kleinen und größeren Überraschungen auf. Nein, sie haben zwar noch immer keinen Bass am Start, aber zu den kleineren Überraschungen gesellt sich ein Dudelsack und die Tatsache, dass Jack White eine neue Gitarre hat, von der es angeblich nur 25 (!) weltweit geben soll, der er auf “Icky Thump” wirklich alles abverlangt.

Vergleiche mit dem eigenen Werk, d.h. den fünf Vorgänger-Alben zu ziehen, ist ja immer semi-sinnvoll, aber zumindest mich erinnert “Icky Thump” am ehesten an das Debüt “The White Stripes”, welches mit großartigen Songs wie ‘The Big Three Killed My Baby’, ‘Jimmy The Exploder’ und vor allem ‘Wasting My Time’ noch immer zu den besten Album zählt. Die Rauheit und Schrägheit seines Gitarrenspiels ist dann dem Debüt auch recht nahe und es ist immer wieder schön, wie wenig sich Jack White um aktuelle Sounds bemüht und nun im Blackbird Studio in Nashville sein neues, musikalisches Zuhause gefunden hat, wo übrigens auch schon das Raconteurs-Album eingespielt wurde.

Ob “Icky Thump” nun besser oder schlechter ist als die letzten Alben, spielt eigentlich überhaupt keine Rolle, denn dieses neue Werk steht wieder mal für sich und klingt noch immer so frisch, rau, ungehobelt und frech als wäre es ihr Debüt-Album. Die White Stripes bewahren sich ihre musikalische Naivität im besten Sinne und wenn es mit dem Titeltrack losgeht, breitet sich ein Lächeln auf meinem Gesicht aus, das für die nächsten 48 Minuten nicht mehr verschwindet, auch wenn sich einige Songs bestimmt nicht beim ersten Hören total erschließen.

Highlights? Eigentlich zu viele, um hier banal aufgezählt zu werden, aber der Opener ‘Icky Thump’ zählt ebenso dazu wie der “Hit” ‘You Don`t Know What Love Is’, der gerade deswegen nicht als erste Single ausgewählt wurde, das schon häufig erwähnte ‘Conquest’ (Cover der Patti Page – Version), das sich auch sehr gut als Nationalhymne eines verrückten neuen Inselstaates “White`s Island” machen würde, ‘Little Cream Soda’, irgendwie ein cooler “dicke Eier”-Song, in dem er seine neue Gitarre mal richtig penetriert, der Southern-Rocker ‘Rag And Bone’ und dann das fast geniale ‘I`m Slowly Turning Into You’, das zwar irgendwie typisch Whit Stripes ist, aber einfach noch mal zeigt, wofür dieses Duo steht. Alle anderen Songs sind auch prima und wenn ich an ‘A Martyr For My Love For You’ denke, wäre es doch schade, diesen nicht auch genannt zu haben…

Nachdem nun fast jeder Song gelobt wurde, ist es Zeit abschließend anzumerken, dass die Einziartigkeit der White Stripes auf “Icky Thump” eine würdige Fortsetzung erfährt und man sich nur wünschen kann, dass sie nue aufhören werden, denn die Ideen des Jack White scheinen unendlich zu sein.

The White Stripes

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About Songs - heute im Grünen Jäger



About Songs Flyer Der Sommer scheint sich zwar noch etwas zu verstecken, aber unserem doch recht positiven Flyer kann man entnehmen, dass Einbildung auch etwas bringt.

Heute ab 21:00 Uhr also wieder “About Songs”, diesmal mit
THE AUDIENCE.

Außerdem von 18-19:00 Uhr heute wieder “About Songs” auf Tide 96.0 (Kabel 95.45) mit großartigen Songs von:

Red Hot Chili Peppers – Joe
Dinosaur Jr. – Crumble
Kings Of Leon – On Call
Two Gallants – Seems Like Home To Me
BRMC – Took Out A Loan
SIVA – Opinion Leader
Taken By Trees – Julia
Kristofer Aström – Not Cool Again
The White Stripes – You Don`t Know What Love Is
Voxtrott – Firecracker
Handsome Furse – What We Had
The National – Fake Empire
The Shins – A Comet Appears

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Hurricane 2007 (Sonntag)



Ich hatte ja gestern noch einen kleinen Nachtrag versprochen und wie man anhand des Fotos vielleicht erkennen kann, begab ich mich am Sonntag vor allem zum Hurricane, da die großartigen Kings Of Leon spielten.

Auch wenn es einige als Southern-Rock bezeichnen möchten, nur weil die Followill-Brüder plus Cousin in bzw. bei Nashville ihr zu Hause haben, so brachten sie uns langweiligen Deutschen mal wieder bei, was “cool” eigentlich bedeutet. Vor allem Sänger & Gitarrist Caleb Followill stand da wie eine coolere Ausgabe von Brad Pitt, klar meinte der eine oder andere Alkohol nicht vertragende Teenie, dass er doch hässlich sei, aber diese Leute haben wirklich nichts verstanden und sollten sich mal im Spiegel betrachten, wenn sie nach dem Festival wieder ihrer Ausbildung zum Versicherungskaufmann nachgehen.

Ich jedenfalls war begeistert, da natürlich auch vor allem die Übersongs des neuen Albums “Because Of The Times” im Vordergrund standen: ‘Charmer’, die erste Single ‘On Call’ oder ‘My Party’ – einziger Wehrmutstropfen war das Fehlen des genialen 7-minütigen Album-Openers ‘Knocked Up’.

Selbst die Kaugummiblasen von Drummer Nathan waren nicht kindisch, sondern cool und auch wenn ich mich hier wiederholen mag, so vermitteln die Kings Of Leon etwas, das es in Europa und vor allem in Deutschland einfach nicht gibt: COOLNESS

So genug der Glorifizierung dieses eigentlich recht klischeehaften Begriffs, denn ich muss eingestehen, dass es für mich nach Kings Of Leon an diesem Tag nichts mehr geben konnte. Zwar habe ich dann noch die Editors gesehen, die wirklich gut waren und auch endlich die New Wave – Fans befriedigen konnten, aber bis auf den “Hit” ‘Munich’ fand ich alles andere nicht mehr als halt “gut”.

Während Sonic Youth spielten, habe ich mich dann auf den Heimweg gemacht, was man mir sicherlich als Frevel auslegen mag, aber das kann ich ab und Pearl Jam hatte ich im letzten Jahr ja ind er Wuhlheide gesehen…..

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Hurricane Festival 2007 (Samstag)



Zunächst einmal sei gesagt, dass der folgende Bericht nicht nur auf grenzenloser Subjektivität beruht, sondern auch jeglicher Vollständigkeit entbehrt, da ich in meinem Alter natürlich nicht drei Tage vor Ort bin (Freitag fiel für mich aus) und einige Bands es natürlich auch nicht wirklich verdient haben, namentlich erwähnt zu werden. Oder wer braucht schon Marilyn Manson, Juliette & The Licks oder The Bravery?

Dass es in diesem Jahr auch wieder ein eher matschiges Vergnügen war, damit hat man gelernt zu leben, auch wenn die hiesigen Tageszeitungen eigentlich nur über das Wetter und die damit verbundenen Annehmlichkeiten und Unannehmlichkeiten berichtet hat und einen Teil der Bands höchstens aufgezählt hat, aber nicht über den jeweiligen Auftritt geschrieben wurde. Das wiederum hängt dann meist damit zusammen, dass sich die Redakteure im VIP-Bereich volllaufen lassen und dann natürlich am Ende des Festivals kaum eine Band gesehen haben. Eine gewisse Selektion tut natürlich Not, aber als Schreiber, der damit sein Geld verdient, sollte man einigen Bands auch gerecht zu werden versuchen, oder?

So, nun zur Musik am Samstag – auch wenn The Films mittlerweile an jeder Gießkanne spielen, kann ich mich nicht so recht mit ihnen anfreunden, da ihr britisch angehauchter Sound doch eher beliebig anmutet. Als nächstes ging es dann zu einen meiner Helden namens Frank Black (Ex-Sänger der Pixies, wie wohl jeder weiß), den ich ja vor kurzem gerade in der Intimität der Prinzenbar erleben durfte. Sein Auftritt auf dem Hurricane war dann auch bestimmt kein schlechter, nur fragen sich alle, warum er zu einem “Brüllfrosch” mutiert ist, obwohl er doch den tollen Songs sonst mit einer eben so tollen Stimme begegnet. Klar möchte er mal wieder so richtig rocken, aber den Songs tut das nicht so wirklich gut und das unter seinem Pixies-Namen Black Francis erscheinende neue Album darf gespannt erwartet werden…

Dann kam mit The Arcade Fire auch schon der Höhepunkt des Tages. Über ihre Bühnengaderobe kann man vielleicht noch geteilter Meinung sein, aber was sie musikalisch und von der Performance her zu bieten hatten, war wirklich klasse und ihr Spaß übertrug sich auch auf das Publikum und es ging nicht nur mir so, dass eine Gänsehautattacke die nächste nach sich zog und mein Grinsen einfach nicht verschwinden wollte. Klar stand das neue Album im Vordergrund, das ja auch einiger Eingewöhnungszeit bedarf, aber live erschließt sich plötzlich alles und so zählen The Arcade Fire hoffentlich auch noch in den nächsten Jahren zu den besten Bands, im Gegensatz zu so vielen englischen Bands, die schnell kommen und gehen.

Meine Lieblinge von Modest Mouse hatten es dann auf der zweiten Bühne etwas schwerer, denn auch wenn sie von den weltweiten Verkaufszahlen her (alleine 2 Mio. vom neuen Album in den USA) und in einer besseren Welt eigentlich Headliner sein müßten, so fliegen dieser Band halt nicht gleich die Herzen der Zuschauer zu, die zum Großteil von Modest Mouse auch noch nicht so viel gehört zu haben schienen. Im Gegensatz zu The Arcade Fire, die mit 7 von 10 Leuten ganz vorne am Bühnenrand standen, wollte bei Modest Mouse diese Rolle niemand übernehmen und Sänger Isaac Brock stand so weit wie möglich vom Bühnenrand entfernt. Es schien fast so, als hätte er sich kurz vorm Auftritt “Neu-Gitarrist” Johhny Marr (Ex-Smiths) geschnappt, um ihm zu sagen, dass er in der Mitte der Bühne und auch etwas weiter vorne stehen soll, da er in Europa ja vielleicht bekannter ist…..
Die Songs waren natürlich über jeden Zweifel erhaben und so wurde neben den “Hits” des letzten Albums hauptsächlich Neues vom Genie-Streich “We Were Dead Before The Ship Even Sank” kredenzt.

Die Manic Street Preachers, die gleich nach ihrem Auftritt zum legendären Glastonbury-Festival nach England durften und sich so dazu entschieden haben, mit Bright Eyes den Platz zu tauschen, lieferten einen soliden Set mit einer Menge alter Hits und auch wenn ihr Lack schon etwas angekratzt ist, so haben sie genau diese Songs, die ein Haufen der neueren Bands nicht haben – nicht spektakulär, aber sympathisch. Am Schluß stand dann natürlich ‘If You Tolerate This, Than Your Children Will Be Next’.

Bright Eyes, die ich in diesem Jahr ja schon in Seattle sehen durfte, überboten die lächerlichen 10 Musiker von The Arcade Fire quantitativ sogar noch und traten ganz in weiß auf. Dass Conor Oberst nun jeglichen Babyspeck verloren und auch seine Weinerlichkeit abgelegt hat, wurde schon bei der letzten Konzertkritik auf dieser Seite erwähnt, und so brachten sie nicht nur die Mädels, sondern auch viele anderen zum Schmachten, hatten Spaß auf der Bühne und waren nur deswegen nicht ganz so gut wie Arcade Fire, da sie auf viele, große Songs einfach verzichten und hier und da schon zu routiniert wirken.

Interpol bildeten dann meinen Tagesabschluß und auch wenn sie natürlich einige großartige Songs haben, so sprang der Funke nicht so ganz über, da sie ja auch eine gewisse und bewußte Kühle ausstrahlen, die mich dann emotional etwas auf Distanz hielt.

So, genug für heute, morgen noch ein paar Worte vom Sonntag.

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Black Rebel Motorcycle Club - Baby 81



Es ist immer wieder ein Vergnügen, wenn ein neues BRMC-Album erscheint, denn im Gegensatz zu vielen anderen Bands da draußen, darf man wirklich gespannt sein, in welche Richtung sie sich diesmal verändert haben.

Die ersten beiden Alben “B.R.M.C.” und “Take Them On, On Your Own” wurden von den Kritikern mit überschwenglichem Lob überschüttet, was ich nicht so ganz nachvollziehen konnte, aber die Wahrnehmung bei dieser Band war schon immer sehr unterschiedlich, denn mit ihrem dritten Album “Howl” habe ich sie in mein Herz geschlossen, während viele Kritiker zwar den Stilwechsel anerkannten, aber ansonsten mit dem Americana, Folk und Blues von “Howl” nicht so viel anfangen konnten.

Es war dabei nicht nur ein mutiger Schritt, der zum Teil auch damit zu tun hatte, dass Drummer Nick Jago ab in die Entzugsklinik musste und man ohne Drummer dastand, sondern auch eine großartige Variante eines modernen Blues, die ich mir immer mal herbeigesehnt hatte, denn alles was sonst in diesem musiaklischen Genre passiert, klingt doch sehr nach nur noch Old School.

Nun also das vierte Album “Baby 81”, welches sicher die Leute und Kritiker versöhnlich stimmt, die mit “Howl” weniger anfangen konnten, ohne die Liebhaber des letzten Albums in Mißstimmung zu versetzen, d.h. Americana- und Blues-Elemente sind weiter vorhanden, aber es darf auch wieder mehr gerockt werden. Dazu ist der cleane Drummer auch wieder mit an Bord, so dass BRMC wieder wie eine Einheit klingen und weiterhin einen sehr coolen musikalischen Stil prägen, den man einfach mögen muss.

Es war immer schon einigermaßen schwer Highlights eines Albums zu benennen, da ihre Werke doch sehr homogen und in sich geschlossen anmuten, aber der Mittelteil des Albums schwächelt leider etwas. ‘Took Out A Loan’, ‘Berlin’ und ‘Weapon Of Choice’ sind gute, dynamisch rockende Opener, aber die nächsten vier Songs verlieren dann etwas an Konstanz und Kreativität, bevor ‘All You Do Is Talk’ als wahrer U2-Pop-Song daherkommt, eine Band, die von mir eigentlich so gar nicht geschätzt wird, aber immerhin singt hier nicht Bono.

In dieser Qualität geht es dann mit ‘Lien On Your Dreams’ und dem rockigsten Song des Albums, ‘Need Some Air’, weiter, bevor dann die letzten drei Songs das Album beenden. Diese drei Songs gehören dabei allerdings zum Besten, was BRMC bisher erschaffen haben und man könnte sich fragen, warum sie diese großartigen Songs am Ende des Albums fast verstecken.
‘Killing The Light’, ‘American X’ – ein 9-minütiger Song, der wie eine Zeitmaschine in die 70er Jahre wirkt – und ‘Am I Only’ belegen auf beste Weise, warum den Songs des BRMC so oft die Attribute “cool” und “sexy” zugeschrieben werden.

BRMC sind eine Band, die mich zwar emotional nicht so sehr berührt wie viele Bands des amerikanischen Nordwestens, aber mit ihrem ureigenem Stil trotzdem zu den wirklich guten Bands dieses Planeten zählt. (Island Records)

Black Rebel Motorcycle Club

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