Maria Taylor - Nachtasyl (Hamburg)
veröffentlicht am 27. Mai 2007 von Jörg
Gestern zog es mich mal wieder in das wirklich schöne Nachtasyl, welches ja über dem Thalia-Theater ist und wo die Konzerte dann auch nicht vor 23:00 Uhr beginnen.
Bevor uns aber Maria Taylor live erscheinen sollte, gab es mit den Schweden Boy Omega erstmal eine wirklich gute Band im Vorprogramm. Gerade haben sie ihr neues Album über Glitterhouse veröffentlicht und Hamburg stellte ihre letzte gemeinsame Station mit Maria Taylor dar. Tolle Songs und vor allem in ruhigen Momenten haben sie ihre Stärken. Sänger Martin Henrik Gustafsson ist zwar nicht wirklich mit Schönheit gesegnet, sein Gesang aber schon. Allerdings sollte er sich die Ansagen und die Kommunikation mit dem Publikum etwas sparen, denn nicht nur mir schliefen dabei die Füsse ein. Das war zum einen seinem wirklich an Langsamkeit nicht zu überbietenden Sätzen geschuldet, zum anderen seines mangelnden Redetalents, das völlig pointenfrei geriet.
Dann kam Maria Taylor mit ihrer halben Familie auf die Bühne und füllte den Raum mit ihrer wunderschönen Stimme und den doch manchmal etwas zu beliebigen Songs. Klar war sie als Duo bei Azure Ray besser, aber warum sollte man vergangenem nachtrauern?
Wem am diesem Abend aber wirklich gar kein Dank gebührt, ist der Mischer, denn selten habe ich einen mieseren Sound fröhnen müssen. Ich bin sicher kein Klangästetiker, aber dieser Mensch hat definitiv seinen Job verfehlt und tat dem Konzert leider dadurch überhaupt nicht gut. Dass Maria Taylor und Band teilweise mit drei Gitarren agierten, hörte man null, aber was man hörte, war das Schlagzeug. Vielleicht dachte er ja, dass hier eine Metalband spielt, aber die Lautstärke seines Lieblingsinstrumentes kleisterte alles andere zu. Immerhin war ihr Gesang noch zu hören und ein großes Aufatmen machte sich breit, als die Künstlerin dann einige Songs akustisch und ohne Schlagzeug zum besten gab – danke!
Ein schönes Konzert wurde in diesem Fall leider durch die Unfähigkeit des Mischers relativiert und man kann nur hoffen, dass sich Maria Taylor beim nächsten Mal einen anderen Club sucht oder einen eigenen Mischer mitbringt…
Kategorie: About Shows
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Nils am 29. Mai 2007, 15:54
Keine Ahnung, aber ich fands auch soundmaessig gut. Der laden ist halt klein (und hast Du mal auf die Form der Decke geachtet) nicht ganz einfach zu mischen, gaube ich.
Devil-Jörg am 29. Mai 2007, 17:26
bist Du denn der Mischer?
Klar hat jeden Lokalität seine Macken, aber d.h. ja noch lange nicht, dass man die Drums bei derartige Musik extrem laut haben muss und die Gitarren ganz leise macht. Ich unterstelle mal, dass der Mischer Schlagzeuger ist und/oder taub.