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Veröffentlichung: 22. August


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The National - Boxer



Irgendwie scheint es einige Parallelen zwischen The National und Interpol zu geben. Zum einen kommen beide Bands aus New York, zum anderen ist ihre Musik nicht unähnlich und dann ist da noch die Tatsache, dass ich beide Bands gut finde, sie sich mir aber immer nicht so erschließen, dass ich sagen würde, sie seien essentiell.

Nun geht es also um das zweite Album von The National – “Boxer”. Schon der Titel und das Cover gefallen mir richtig gut und Gleiches gilt dann auch für die beiden ersten Songs. ‘Fake Empire’ mit wunderschönen Klavierakkorden, treibenden Drums à la The Walkmen (ebenfalls aus New York), dem großartigen, aber fast monotonen Gesang sowie dem Einsetzen der Bläser, sowie ‘Mistaken For Strangers’, bei dem sie das Tempo etwas anziehen und daher noch mehr an Interpol erinnern, sind wirklich grosse Songs. Aber leider geht es auf diesem Niveau nicht weiter.

Natürlich leben The National von der etwas düsteren Stimmung und besonders der damit verbundenen Bariton-Stimme von Sänger Matt Berninger, die natürlich alle Songs bestimmt. Ganz schön stimmig, oder? Aber ab dem dritten Song ‘Brainy’ beginnt ein wenig das berühmte Plätschern, d.h. die Songs verlieren an Konturen und Stimmung und damit auch an Qualität. Das mag sich vielleicht in Nuancen abspielen, aber führt bei mir dazu, dass sie halt nicht zu meinen Lieblingen zählen. Vielleicht kennt ihr das Gefühl, dass man eine Band gut finden möchte, weil sie einen coolen Eindruck macht, eigenständig ist und von allen Kritikern hoch gelobt wird, aber so ganz gelingt einem das dann nicht, da irgendetwas fehlt.

Erwähnt werden sollte noch, dass Kollege Sufjan Stevens zwei Songs mit seinem Klavierspiel bereichert und dass man mich bitte nicht falsch verstehen soll:

“Boxer” ist ein wirklich gutes Album und The National eine durchaus beachtenswerte Band, nur wünschte ich mir manchmal mehr die Songwriterqualitäten und Wärme der Kollegen aus dem Nordwesten wie The Shins, Modest Mouse oder Death Cab For Cutie, denn dann wären The National etwas wirklich großartiges!

The National

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