About Songs - heute im Grünen Jäger
veröffentlicht am 30. Mai 2007 von Jörg
Es ist wieder soweit! Diesmal geben die Herren von KLEIN ein Heimspiel, denn schließlich kommen sie ja aus dieser, unseren Stadt.
Ab 21:00 Uhr wird es im Grünen Jäger wieder mit schönen Songs in den Abend gehen, u.a. natürlich einige Bands, die auf dem Immergut spielen werden (friska viljor, Naked Lunch, Au Revoir Simone), aber auch Neues von Aqueduct, Menomena, Say Hi To Your Mom, etc..
Übrigens hat das Debüt-Album von KLEIN einen wie wir finden großartigen Titel, der sinnbildlich für so vieles steht:
the next small thing
Kategorie: About Songs Club
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Maria Taylor - Nachtasyl (Hamburg)
veröffentlicht am 27. Mai 2007 von Jörg
Gestern zog es mich mal wieder in das wirklich schöne Nachtasyl, welches ja über dem Thalia-Theater ist und wo die Konzerte dann auch nicht vor 23:00 Uhr beginnen.
Bevor uns aber Maria Taylor live erscheinen sollte, gab es mit den Schweden Boy Omega erstmal eine wirklich gute Band im Vorprogramm. Gerade haben sie ihr neues Album über Glitterhouse veröffentlicht und Hamburg stellte ihre letzte gemeinsame Station mit Maria Taylor dar. Tolle Songs und vor allem in ruhigen Momenten haben sie ihre Stärken. Sänger Martin Henrik Gustafsson ist zwar nicht wirklich mit Schönheit gesegnet, sein Gesang aber schon. Allerdings sollte er sich die Ansagen und die Kommunikation mit dem Publikum etwas sparen, denn nicht nur mir schliefen dabei die Füsse ein. Das war zum einen seinem wirklich an Langsamkeit nicht zu überbietenden Sätzen geschuldet, zum anderen seines mangelnden Redetalents, das völlig pointenfrei geriet.
Dann kam Maria Taylor mit ihrer halben Familie auf die Bühne und füllte den Raum mit ihrer wunderschönen Stimme und den doch manchmal etwas zu beliebigen Songs. Klar war sie als Duo bei Azure Ray besser, aber warum sollte man vergangenem nachtrauern?
Wem am diesem Abend aber wirklich gar kein Dank gebührt, ist der Mischer, denn selten habe ich einen mieseren Sound fröhnen müssen. Ich bin sicher kein Klangästetiker, aber dieser Mensch hat definitiv seinen Job verfehlt und tat dem Konzert leider dadurch überhaupt nicht gut. Dass Maria Taylor und Band teilweise mit drei Gitarren agierten, hörte man null, aber was man hörte, war das Schlagzeug. Vielleicht dachte er ja, dass hier eine Metalband spielt, aber die Lautstärke seines Lieblingsinstrumentes kleisterte alles andere zu. Immerhin war ihr Gesang noch zu hören und ein großes Aufatmen machte sich breit, als die Künstlerin dann einige Songs akustisch und ohne Schlagzeug zum besten gab – danke!
Ein schönes Konzert wurde in diesem Fall leider durch die Unfähigkeit des Mischers relativiert und man kann nur hoffen, dass sich Maria Taylor beim nächsten Mal einen anderen Club sucht oder einen eigenen Mischer mitbringt…
Kategorie: About Shows
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The National - Boxer
veröffentlicht am 25. Mai 2007 von Jörg
Irgendwie scheint es einige Parallelen zwischen The National und Interpol zu geben. Zum einen kommen beide Bands aus New York, zum anderen ist ihre Musik nicht unähnlich und dann ist da noch die Tatsache, dass ich beide Bands gut finde, sie sich mir aber immer nicht so erschließen, dass ich sagen würde, sie seien essentiell.
Nun geht es also um das zweite Album von The National – “Boxer”. Schon der Titel und das Cover gefallen mir richtig gut und Gleiches gilt dann auch für die beiden ersten Songs. ‘Fake Empire’ mit wunderschönen Klavierakkorden, treibenden Drums à la The Walkmen (ebenfalls aus New York), dem großartigen, aber fast monotonen Gesang sowie dem Einsetzen der Bläser, sowie ‘Mistaken For Strangers’, bei dem sie das Tempo etwas anziehen und daher noch mehr an Interpol erinnern, sind wirklich grosse Songs. Aber leider geht es auf diesem Niveau nicht weiter.
Natürlich leben The National von der etwas düsteren Stimmung und besonders der damit verbundenen Bariton-Stimme von Sänger Matt Berninger, die natürlich alle Songs bestimmt. Ganz schön stimmig, oder? Aber ab dem dritten Song ‘Brainy’ beginnt ein wenig das berühmte Plätschern, d.h. die Songs verlieren an Konturen und Stimmung und damit auch an Qualität. Das mag sich vielleicht in Nuancen abspielen, aber führt bei mir dazu, dass sie halt nicht zu meinen Lieblingen zählen. Vielleicht kennt ihr das Gefühl, dass man eine Band gut finden möchte, weil sie einen coolen Eindruck macht, eigenständig ist und von allen Kritikern hoch gelobt wird, aber so ganz gelingt einem das dann nicht, da irgendetwas fehlt.
Erwähnt werden sollte noch, dass Kollege Sufjan Stevens zwei Songs mit seinem Klavierspiel bereichert und dass man mich bitte nicht falsch verstehen soll:
“Boxer” ist ein wirklich gutes Album und The National eine durchaus beachtenswerte Band, nur wünschte ich mir manchmal mehr die Songwriterqualitäten und Wärme der Kollegen aus dem Nordwesten wie The Shins, Modest Mouse oder Death Cab For Cutie, denn dann wären The National etwas wirklich großartiges!
Kategorie: About Albums
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"About Songs" - Radioshow
veröffentlicht am 23. Mai 2007 von Jörg
Gleich ist es wieder soweit! “About Songs”, die Radiosendung, steht an. Natürlich wieder mit einigen Live-Hinweisen sowie den folgenden Songs:
Maria Taylor – a good start
Built To Spill – wherever you go
Dinosaur Jr. – it`s me
Menomena – airaid
Cloud Cult – pretty voice
Rogue Wave – sightlines
Wilco – on and on and on
Calla – sylvia`s song
Coco Rosie – werwolf
Rose Kemp – violence
Ben Weaver – the unelected
Klein – lost
Wann? 18:00 Uhr
Wo? Tide 96.0 (Kabel 95.45)
Viel Spaß dabei.
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Krachkeks-Kolumne Folge 20 "Pop in der MoPo"
veröffentlicht am 22. Mai 2007 von Jörg
Ich weiß gar nicht, seit wie vielen Jahren ich Werbung für die Hamburger Morgenpost “MoPo” mache und damit prahle, dass es die einzige Zeitung mit einer täglichen Seite über Musik ist. Das dies gar nicht zu 100% der Wahrheit entspricht, ist ja auch egal und ich verlange ja auch gar keine Zahlung der MoPo für meine jahrelange Mund-zu-Mund-Propaganda. Ein wenig Respekt guter Musik gegenüber ist der Lohn, den ich möchte.
Diesen gab es dann auch eine ganze Zeit über, aber seit einigen Monaten gibt es in meiner Liebe doch die ersten schweren Risse. Klar zeichnete sich die MoPo-Popseite nie dadurch aus, dass jetzt extrem viele “Indie”-Themen zur Geltung kamen und natürlich muss eine derartige Zeitung auch den Massengeschmack (welch grausames Wort!) bedienen, aber bisher haben sich die Redakteure auch immer Freiheiten für gute Musik rausgenommen.
Dies ist nun aber zu einem sehr großen Teil verschwunden. Beispiele zu bringen, würde jetzt etwas zu weit führen und vielleicht haben es die Künstler der heutigen Ausgabe in Form von Linkin Park und Kim Frank auch gar nicht verdient, hier als negatives Beispiel dargestellt zu werden, aber sie zeigen doch deutlich, dass jedweder Indie-Gedanke auf der Strecke geblieben ist.
Es wird ausschließlich noch der Mainstream bedient und dabei sollte jemand der MoPo mal erklären, dass sich der Mainstream für die Pop-Seite der MoPo doch eh einen Scheiß interessiert. Gut, ich lese neben der Popseite auch nur den Sportteil, aber das tut hier ja nichts zur Sache. Nur scheinen die dort zu denken, dass sie auch mit der Popseite einen Massengeschmack bedienen müssen. Das mag sogar ab und zu stimmen, aber es gibt sehr viele Menschen, die die MoPo auch gekauft haben wegen der Tatsache, dass auch Konzerhinweise oder gar Berichte über kleinere Indie-Bands stattfinden und nicht nur von Bands, die eh in der ganzen Stadt plakatiert sind.
Ich verstehe auch den Zwang, dass man über vermeintliche kommerzielle Musikereignisse berichten muss, aber wo bleiben dann die Inseln des guten Geschmacks? Kann man sich diese jetzt gar nicht mehr leisten? Ist der MoPo ihre Leserstruktur zu jung und cool? Wollen sie die letzten Musikliebhabe auch noch verlieren?
Ich appeliere daran, auch der Indie-Nische seinen Platz einzuräumen und nicht wirklich jeden Mainstreamscheiß zu reflektieren. Gut, Kim Frank ist aus Hamburg und möchte genau wie Blümchen aus der Teenie-Ecke endlich raus, aber das wird ihnen auch mit der MoPo nicht gelingen.
Kategorie: Krachkeks Kolumne
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