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Veröffentlichung: 11.11.2011


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Badly Drawn Boy "Born In The U.K."



Gab es hier in den letzten Wochen kaum ein negatives Wort über die besprochenen Alben zu berichten und konnten mich die Werke der Decemberists, Cold War Kids oder The Shins nahezu vollends überzeugen, so sieht das mit dem fünften Album (rechnet man den OST zu “About A Boy” dazu, welches ja sein bisher erfolgreichstes Album war) von Badly Drawn Boy leider völlig anders aus.

Das soll natürlich nicht der Tatsache zugeschrieben werden, dass “Born In The U.K.” sein erstes Album für den bösen Major EMI ist, denn das wäre doch etwas einfach. Allerdings ist schon erstaunlich, wie glatt dieses Werk geworden ist. Schon der erste Song ‘Degrees Of Separation’, der ein sehr schnulziges Piano-Intro hat und dann verhältnismäßig Gas gibt, ist irgendwie fast belanglos und gehört dabei gar nicht mal zu den schlechteren Songs des Albums.

Dass Damon Gough ein großer Bruce Springsteen-Fan ist, kann man nicht zuletzt dem Albumtitel entnehmen, allerdings erreicht er in keinem Moment dessen Tiefe und Emotionalität und verliert sich vielmehr in an Banalität nicht zu überbietenden Langweilern wie ‘A Journey From A to B’, ‘The Way Things Used To Be’ oder ‘One Last Dance’.

Nun soll aber nicht jeder Song verrissen werden, denn mit ‘Nothing`s Gonna Change Your Mind’, ‘Promises’, und vor allem ‘Walk You Home Tonight’ sind auch ein paar wirklich nette Titel enthalten, die aber leider eher als Einäugige unter den Blinden anzusehen sind.

Nun hat Badly Drawn Boy gerade seine Tour beendet und auch diese ließ einen eher zwiespältigen Eindruck zurück, da man irgendwie das Gefühl nicht los wurde, er versucht krampfhaft authentisch zu sein, was ihm aber nicht gelingt und so eher der Eindruck eines bemühten Schauspielers vermittelt wird.

“Born In The U.K.” ist aus meiner Sicht eine einzige Enttäuschung und kommt in keinem Moment an seine Vorgänger-Alben “One Plus One Is One” und “Have You Fed The Fish” an. (EMI)

Badly Drawn Boy

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