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Veröffentlichung: 11.11.2011


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Krachkeks-Kolumne Folge 11 "Pop Punk"



Aus aktuellem Anlaß und auch wenn es das Thema “Mädchen-Punk” schon mal in dieser Kolumne gab, so soll es hier diesmal um “Pop Punk” aus deutschen Landen gehen. Der aktuelle Anlaß?

Dieser findet sich in der unsäglichen Tatsache, dass ich immer mehr Demos bzw. Anfragen von bands bekomme, die alle diese Art von Musik machen. Klar lesen wir fast täglich, dass die heutige Jugend konservativeres Gedankengut pflegt als wir das tun und deshalb trauen sie sich wohl auch nicht Punk zu machen, sondern es muss schon die poppige, d.h. weichere, anbiedernde, kritiklose, Variante des Punk sein.

Natürlich treten sie damit dem eh viel zu häufig verwendeten Begriff “Punk” extrem auf die Füsse und wenn sie das wollen, ist es ja auch klasse, denn besser gegen etwas zu rebellieren als alles toll zu finden, oder? Das Problem ist bloß, dass sie natürlich niemanden kritisieren wollen. Unabhängig von der Einstellung, die ich ja bei den meisten neuen Bands nicht kennen kann, höre ich mir dann die Musik an und was soll ich sagen?

Es ist enttäuschend und erschreckend, wie langweilig, ideenlos und völlig talentfrei diese deutschen Nachwuchsbands daher kommen. Klar habe ich vorher schon mal US-Bands wie My Chemical Romance, Blink 182 oder heute +44 (welch beknackter Name!) verrissen, aber die trauen sich ja wenigstens noch ein kleines bisschen über reines Kopieren hinaus. Über dieses kleine Bisschen kann man sicher auch streiten, aber bei den Sachen, die deutsche Pop-Punk-Bands so verzapfen, kann ich mich nur fragen, ob der Jugend jegliche Selbstkritik fehlt oder ob ihnen keiner aus dem Freundeskreis sagt, wie schlecht sie wirklich sind. Klar mag das auch daran liegen, dass man es immer heroisiert, wenn Freunde eine eigene Band machen.

Ich jedenfalls kann den deutschen Bands da draußen nur zurufen: Habt Mut, mal etwas anderes zu machen, nutzt eute Lieblingsbands als Inspiration, aber kopiert sie nicht, überlegt euch auch mal, warum man euc zuhören soll, hört nicht auf eure Eltern oder vielleicht doch, wenn ihr noch konservativer seid als diese. Versucht euch mal selber einzuschätzen und hört einfach auf mit der Musik, wenn das nicht reicht.

So, nun hoffe ich zukünftig auf einzigartige, eigenständige Bands aus diesem Lande…

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