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Veröffentlichung: 22. August


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Morrissey in der Colour Line Arena (Hamburg)



Große Hallen wie die CLA in Hamburg gehören zwar nicht zu meinen favorisierten Locations, aber für Moz macht man da natürlich mehr als gerne eine Ausnahme und begibt sich in einen derart sterilen Mainstream-Tempel, um dem Helden zu huldigen.

Vorab war dann noch eine Künstlerin zu ertragen, die ich hier nicht namentlich erwähnen möchte, sondern über die ich viel mehr den Weihnachtsmantel des Schweigens legen möchte.

Punkt 21:00 Uhr trat dann Morrissey begleitet von der deutschen Nationalhymne (!) und seinen fünf Mitstreitern, zu denen u.a. Jesse Tobias gehört, der ja bereits bei den Red Hot Chili Peppers, Mother Tongue und Alanis Morissette spielte, die Bühne, um gleich mal als Opener ‘Panic’ – Hang The DJ zu schmettern. Schmettern ist denn auch das richtige Stichwort, denn was seine Mitmusiker da auf die Bühne brachten war teilweise ein richtiges Rockbrett, auf dem sich Morrissey sichtbar wohl fühlte. Klar hat der 47-jährige mittlerweile ein Alter erreicht, in dem er viermal sein Hemd wechseln musste, aber so schlecht ist sein vegetarischer Körper ja auch nicht in Form.

Morrissey kredenzte in den nächsten ca. 100 Minuten eine Menge Highlights und im Gegensatz zu anderen Showgrößen hatte man trotz aller Bühnenopulenz immer das Gefühl, das wirklich die Songs im Vordergrund stehen, die er mit großartiger Stimme wahrlich zelebrierte. Ein kleiner Wehrmutstropfen war lediglich die Tatsache, dass er nicht wirklich viel gesagt hat und sein herrlicher Sarkasmus nur in sehr kurzen Ansagen zu hören war.

Morrisseys Gestik ist ja auf ein recht überschaubares Repertoire begrenzt, zum einen das Spielen mit dem Mikrophonkabel, zum anderen das Händereichen mit dem Publikum, aber genau das macht es doch aus, diese schöne Hamburger Arroganz. Man könnte fast meinen, er sei ein Hanseat…

Klar hätte er noch länger spielen und ein paar mehr Smiths-Klassiker zum besten geben können und klar hätte ich bei einem Spruch wie “We all love good pop and rock music, but why is Music TV only crap, why is radio crap” die Pointe ins Publikum erwartet “because you are crap”, aber er hat halt eine ruhige Altersweisheit erreicht, auf die ich wohl mein Leben lang warten werde.

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  1. Kommentare

    ich fands leider endöde, war vielleicht net in stimmung. grottiger sound auf alle fälle

  2. Kommentare

    na ja, über den Sound in derartigen Hallen muss man wirklich nicht reden. Dabei kam der Gesang doch aber ziemlich klasse!

  3. Kommentare

    naja, es gibt durchaus bands und ihre mischer, die bekommen auch in solchen “unhallen” nen prima sound hin. egal – solange es den fans gefallen hat ist ja alles fein :)

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