Jon Auer & Karamel bei "About Songs"
veröffentlicht am 29. November 2006 von Jörg
Heute ist es wieder soweit! “About Songs” im Grünen Jäger. Zum einen mit KARAMEL, der schon einige neue Songs aus dem im Frühjahr 2007 erscheinenden Album spielen wird und natürlich ein Heimspiel hat. Zum anderen einen der besten Songwriter namens JON AUER, den viele ja bestimmt als einen der beiden POSIES-Köpfe kennen und der Songs seines ersten, gerade erschienenden Solo-Albums “Songs From The Year Of Our Demise” kredenzen wird.
Beginn: 21:00 Uhr
Kategorie: About Songs Club
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Live In The Living
veröffentlicht am 27. November 2006 von Jörg
Dies ist eine kleine Nachbetrachtung zum ersten “Live In The Living” in Hamburg, welches am letzten Samstag stattfand. Bestimmt habt ihr alle schon mal von Wohnzimmerkonzerten gehört, aber bei “Live In The Living” handelt es sich halt um ein bestimmtes Konzept, das z.B. in Berlin bereits einmal pro Monat stattfindet. Nun sind da die Mieten aber auch geringer und die Wohnzimmer meistens größer.
Das macht aber nchts und so passten immerhin ca. 40 Menschen in das bestuhlte Wohnzimmer. Das Konzept besagt, dass drei verschiedene Künstler jeweils zwei Sets á 15 Minuten spielen und natürlich ohne jegliche Verstärkung, so dass nicht mal ein Mikrofon erlaubt ist, hinter dem sich der Künstler verstecken könnte. Drei Künstler waren dann auch schnell gefunden und so machte Andi Künnecke, sonst bekannt von Künnecke & Smukal (Sport), den etwas nervösen Anfang, aber man muss ihm zugute halten, dass er erst kurzfristig für eine erkrankte Künsterlin einsprang. Zwar musste er ab und zu auf die Texte gucken, aber das machte er mit seinem leicht chaotischen Charme und einem Ratespiel in seinem zweiten Set wet. Andres, Sänger der Berliner Band SIVA, folgte und brachte vor allem die Mädchen mit seiner warmen Stimme und den sehr fast brillanten Popsongs zum Schwärmen. Klar schadet es nicht, wenn man dabei auch noch gut aussieht. Als dritter Künstler war dann Rick Treffers aus Holland dran, übrigens der Erfinder von “Live In The Living”, und natürlich merkte man gleich, wer hier der erfahrenste Songwriter ist und mit all seiner Routine, einer beeindruckenden Stimme und seinem holländischen Charme kredenzte er wunderschöne Songs.
Alles in allem ist “Live In The Living” ein sehr liebevolles Konzept und wer sein Wohnzimmer zur Verfügung stellen möchte, kann sich gerne an mich direkt oder auch an Elena von “Live In The Living” in Berlin wenden, denn natürlich suchen wir adäquate Wohnzimmer in Hamburg für das nächste Mal.
Alles weitere dann unter
Live In The Living
Kategorie: About Shows
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Audrey "Visible Forms"
veröffentlicht am 24. November 2006 von Jörg
Noch immer nicht das passende Album für den Herbst gefunden? Weibliche Stimmen bevorzugt? Zerbrechlichkeit & Melancholie? Schöne, nordische Anmut? Eine neue Band sollte es auch sein?
Audrey aus Göteburg und ihr Debüt-Album “Visible Forms” sind die Lösung. Vielleicht dem einen oder anderen schon von “About Songs Volume 2” bekannt, wo der Opener ‘Mecklenburg’ enthalten ist, zeigen sie hier, dass das Album eigentlich als Ganzes gehört und wahrgenommen werden muss, um die volle, wunderschöne Stimmung aufkommen zu lassen. Daher soll diese Kritik auch ohne musikalische Vergleiche auskommen, denn diese Band ist einzigartig.
Das weibliche Quartett hat auf “Visible Forms” sehr viel Wert auf eine warme, adäquate Produktion und Instrumentierung gelegt und so stehen neben den üblichen Instrumenten Gitarre, Bass und Schlagzeug, alles sehr dezent gespielt, Klavier, Cello, Hammond-Orgel, Flügelhorn sowie Trompete im Vordergrund. Gepaart mit den zerbrechlichen Stimmen von Anna, Emelie, Rebecka und Victoria ergibt das wahre Gänsehaut und live würde ich sie am liebsten bestuhlt in einem kleinen Theater sehen und nicht wie beim letzten Mal in der Astra-Stube in Hamburg.
Wie bereits erwähnt besticht das Album durch eine unglaubliche Dichte und Homogenität, so dass es auch schwerfällt, hier einzelne Songs besonders hervor zu heben. Audrey gibt es übrigens seit 2002 und sie haben schon zwei wirklich tolle EP`s veröffentlicht, auch wenn “Visible Forms” den bisherigen Höhepunkt ihres Schaffens darstellt, welches sie uns noch in diesem Jahr live präsentieren wollen: (Sinnbus)
8.12. Berlin – 10.12. Offenbach – 11.12. Hamburg – 12.12. Stuttgart – 13.12. Köln – 14.12. Karlsruhe
Kategorie: About Albums
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Roman Fischer im Molotow (Hamburg)
veröffentlicht am 22. November 2006 von Jörg
Ich bin traurig! Ich bin deswegen traurig, dass einer der sehr wenigen großartigen jungen Musiker und Songwriter, die wir in unserem Lande haben, vor knapp 20 zahlenden Menschen spielen muss. Klar sah es dann mit Gästeliste noch ganz gut aus, aber traurig bin ich trotzdem. Sein neues Album „Personare“ war Album des Monats im MusikExpress und wurde auch sonst überall in der Presse gefeiert. Nur scheint es so, dass fast niemand diese Magazine liest.
Zurück zum Konzert, denn immerhin kann ich berichten, dass die wenigen Anwesenden Roman Fischer und seine beiden Mitmusiker durchaus zu würdigen wussten. Klar standen die Songs seines neuen Albums im Vordergrund und wurden abwechselnd an Klavier und Gitarre dargeboten. Songs wie ‚All I Know’, ‚Evil Keys’, das eingängige ‚I Will Never Die For You’ oder das grandiose ‚I Don`t Know Who You Are’ wurden eindringlich vorgetragen und der Gesang von Roman Fischer war zu jeder Zeit wirklich ausdrucksstark. Klar sieht es immer etwas besser aus, wenn man am Klavier sitzt und nicht steht, aber der Künstler fühlt sich im Stehen wohler und kann dann auch nach Eigenaussage besser singen und letztlich steht das ja im Vordergrund. Natürlich wurde auch das erste Album „Better Than Now“ gewürdigt und nach drei Zugaben war dann ein wirklich tolles Konzert beendet.
Ich bin sehr gespannt, wie sich der 21-jährige Roman Fischer in seinem Schaffen entwickeln wird und auch wenn er das nicht so gerne hören mag, so ist er vom Talent, der Tiefe der Songs, den Texten und der leicht zerbrechlichen Art doch irgendwie der deutsche Conner Oberst (Bright Eyes).
Wer das Interview mit Roman Fischer lesen möchte, folge mir bitte
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Kategorie: About Shows
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Krachkeks-Kolumne Folge 6 "häßlicher Konsum"
veröffentlicht am 20. November 2006 von Jörg
Wer kennt es nicht, das alljährliche Bummeln in der Vorweihnachtszeit? Ich kenne das eigentlich nicht, aber am vergangenen Samstag machte ich mich mit meiner Frau doch auf in die “City”, um ein paar wichtige Dinge wie einen Tischkalender für 2007, eine Nagelschere und ähnliche Dinge zu besorgen. Ich möchte jetzt auch nicht über die Parkplatzsituation oder die Parkhauspreise meckern, denn natürlich hatten wir uns überlegt, die Bahn zu nehmen.
Auch war ich wenig überrascht über all die Massen, die sich durch die Geschäftsstrassen schleppten, obwohl man ja meinen könnte, dass soooo viel Geld nun nicht da sein kann bei all dem Gejammer. Ist es aber doch, denn ich habe auch viele Menschen mit Tüten gesehen, d.h. sie waren nicht nur zum Schaufenster-
gucken unterwegs. Ich profezeie sogar den besten Weihnachtsumsatz im Einzelhandel seit Jahren, aber das ist gar nicht der Anlaß für meine Verwunderung.
Ich frage mich vielmehr, ob der Deutsche an sich denn noch häßlicher geworden ist? Was sich da durch die Innenstadt bewegte, ließ mich erschaudern. Das war nicht nur der durchschnittliche Mainstream-Mob, das war schlimmer. Klar mag Schönheit ein subjektives Empfinden sein und auch für mich gibt es wenige Dinge, die unwichtiger erscheinen, aber dass ich mich auf der Strasse unwohl fühlte und fast schon für meine Mitbürger schämte, kannte ich so nicht. Eitelkeit hin oder her, aber bei den meisten wäre mit etwas mehr Eitelkeit auch nicht viel zu retten gewesen. Merkten die das denn nicht? Oder hatten sie nur Schönheitspräperate in ihren Tüten, mit denen sie sich auf nach Hause machten, um an sich zu arbeiten? Wollen sie uns “normalen” Menschen einfach nur einen Spiegel vorhalten? Soll das den wirtschaftlichen Niedergang Deutschlands aufzeigen? Wer hat sie denn so gemacht? Ist uns jegliche Ästethik abhanden gekommen?
Fragen über Fragen, zu denen ich bis heute auch keine Antworten weiß, aber es schien mir nicht so, dass dies ein Samstag war, wo nur unschöne Menschen unterwegs waren. Werde ich diesen auch begegnen, wenn ich mir voller Freude meine Feuerzangenbowlen auf den Weihnachtsmärkten genehmige? Kann ich sie mir vielleicht schön trinken?
Versteht mich nicht falsch, es geht hier weniger um Klamotten, um die neuesten Marken oder ein bestimmtes Modebewusstsein. Es geht um Gesichter, Körper und Ausstrahlung und mir blieb wirklich der Mund offen stehen, was meine Augen da sehen mussten. Bin ich denn jahrelang mit geschlossenen Augen durch die Gegend gerannt oder hat sich das erst in letzter Zeit so dramatisch verschlechtert?
Einen Kalender für 6,50 € habe ich dann doch noch gefunden, durch mein ganzes, geschildertes Entsetzen, wurde die Nagelschere aber natürlich vergessen und ich war froh, als ich wieder zu Hause war. Nun traue ich mich wohl nicht mehr aus dem Haus.
Kategorie: Krachkeks Kolumne
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