Sparklehorse & Sol Seppy im Molotow (Hamburg)
veröffentlicht am 31. Oktober 2006 von Jörg
Gestern war es endlich soweit! Mark Linkous gab sich mit seiner Band Sparklehorse nach Jahren des Darbens die Ehre und uns die seltene Möglichkeit, einer seiner beiden Deutschland-Shows beizuwohnen. Bevor es aber los gehen konnte, eröffnete das Sextett Sol Seppy mit einem Auftritt, der wirklich erstaunte. Das Mojo-Magazin aus England beschreibt es als eine Mischung aus der großartigen Mazzy Star und eben Sparklehorse und trifft damit, vor allem was ersteren Vergleich angeht, ins Schwarze. Sängerin/Songwriterin Sophie Michalitsianos, die auch schon zwei Sparklehorse-Alben ihre zerbrechlich-rauchige Stimme lieh, zog mit ihrer Art die Menschen auf eine melancholische Seite und entwickelte mit ihrer 5-köpfigen Begleitband einen sehr eigenen Sound, den man auf dem sehr schönen Debüt-Album “The Bells Of 12” nachhören kann. Auch wenn es hier und da etwas lange dauerte, was technische Spirenzchen zwischen den Songs anging, ist Sol Seppy wirklich gut. Danach dauerte das Warten auf Sparklehorse etwas länger, was vielleicht auch an dem ganzen Zeugs der Vorband lag, welches zunächst von der Bühne geholt werden musste.
Dann war es aber soweit und Mark Linkous sowie seine zwei männlichen und eine weibliche Begleitung betraten die Bühne. Verwöhnt er uns nicht gerade mit vielen Live-Auftritten, so gilt dies auch für die Anzahl der Alben und so waren alle froh, dass sie einige neue Songs vom tollen und ersten Album seit 5 Jahren “Dreamt For Light Years In The Belly Of A Mountain” kredenzten. Songs wie ‘Don`t Take My Sunshine Away’ oder ‘Return To Me’ wurden eindrucksvoll und zwischen Laut und Leise schangierend vorgetragen. Natürlich war auch das noch etwas bessere Vorgängeralbum “It`s A Wonderful Life” im Set stark vertreten und so war es eine wahre Wonne, Sparklehorse live zu sehen. Unverständlicherweise war das Molotow, das ja ohnehin nicht zu den größten Clubs des Landes zählt, nicht mal ausverkauft und das machte mich mal wieder wirklich traurig, denn warum gehen so viele Menschen an so schöner Musik einfach vorbei?
Kategorie: About Shows
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