Richard Ashcroft im Docks (Hamburg)
veröffentlicht am 26. Oktober 2006 von Jörg
Wer kennt sie nicht, diese Abende, an denen man auf dem Sofa sitzt und eigentlich gar nicht mehr raus möchte? So ging es mir gestern auch, allerdings lud das schlechte Bayern-Spiel nicht zum Verweilen ein und so war die Entscheidung, Mr. Richard Ashcroft zu fröhnen, nicht mehr schwer. Dass es dann ein wirklich toller Konzertabend wurde, liegt zu 100% am Künstler selbst und nicht an seinen sehr statischen Mitmusikern (wer braucht eigentlich eine Querflöte und Saxophon?). Nach ca. 50 Minuten gingen dann alle von der Bühne und die Leute blickten sich schon unsicher um, ob das denn alles war – hatte man doch gehört und gelesen, dass Richard Ashcroft zur Zeit nicht soooo gut drauf ist. Dieses Gefühl wurde von Minute zu Minute größer, bis Richard Ashcroft dann solo wieder erschien und die beste Zeit des Konzerts beginnen konnte. Klar wurde vorher mit Band auch schon ‘New York’, einer seiner besten Songs, gespielt, aber so ganz alleine, in tiefer Melancholie und an Charisma schwer zu überbieten kamen ‘Lucky Man’, ‘A Song For Lovers’ und nicht zuletzt ‘Drugs Don`t Work’ einfach ganz GROSS. Hatte man sich an den Anblick des Solo-Künstlers nicht nur gewöhnt, sondern sogar verliebt, durfte die Band dann doch noch und so endete das Konzert natürlich in einem grandiosen ‘Bittersweet Symphony’-Finale. Den letzten Worten des großartigen Künstlers Richard Ashcroft kann ich mich da nur tränenreich anschließen: “Thanks for letting me be myself again!”
Kategorie: About Shows
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