Popkomm/Reeperbahn-Festival-Nachlese
veröffentlicht am 25. September 2006 von Jörg
Ich habe mich dazu entschieden, diese Nachlese möglichst kurz zu halten, denn zum einen macht es ja wenig Sinn, jetzt über 1.500 oder wieviele Bands auch immer, zu berichten, auf der anderen Seite gibt es aber auch gar nicht viel zu sagen. Das Reeperbahn-Festival kränkelte vor allem an der recht geringen Zuschauerzahl, so dass einige Bands sogar vor weniger Leuten spielen mussten, als sie das auf ihrer eigenen Tour getan hätten. Auch hatten es die Clubs, die nicht direkt auf der Reeperbahn sind, schwerer und fraglich blieb, wen man denn eigentlich erreichen möchte. Klar wurde auch viel über die Ticketpreise und das Line-Up diskutiert, denn das eine rechtfertigte das andere kaum. Ich würde mich aber freuen, wenn man das Reeperbahn-Festival als Grundidee beibehalten und entsprechend an den kritiserten Punkten arbeiten würde.
Die Popkomm spricht dagegen mal wieder von einer erneuten Steigerung der Besucherzahlen, also wie in jedem Jahr, und ob das dann so stimmt, kann eh keiner nachvollziehen. Wie mir aber zu Ohren gekommen ist, war es vor allem am Donnerstag gut gefüllt und für viele somit auch der einzig relevante Tag. Über das musikalische Programm kann man dann ähnliches sagen wie beim Reeperbahn-Festival: Mehr Quantität als Qualität und vor allem viele Bands, die live reüssieren konnten, weil sie aus Ländern mit finanzstarken Export-Büros kommen. Es wäre wünschenswert, wenn man einfach ein wenig mehr Wert auf eine ausgewogene und qualitative Auswahl legen würde und das gilt in beiden Fällen!
Kategorie: About Shows
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