The Long Winters "Putting The Days To Bed"
veröffentlicht am 22. September 2006 von Jörg
Vorab sollte ich zugeben, dass ich bei den Long Winters aus Seattle etwas befangen bin. Das liegt zum einen an meiner Liebe zu Seattle – ist halt wie Hamburg mit Bergen – zum anderen daran, dass ich die Band auch persönlich kenne, was aber auf reinem “Fan-sein” beruht. “Putting The Days To Bed” ist neben der Tatsache, dass es sich um einen genialen Albumtitel handelt, das dritte Album der Langen Winter und klingt doch gar nicht kühl. Im Gegenteil ist es sogar ihr mit Abstand positivstes und rockigstes Album. Das in hiesigen Breitengraden schwer zu erhaltende Debüt “The Worst You Can Do Is Harm” ist stellenweise düster und von Melancholie geprägt, der Nachfolger “When I Pretend To Fall” schon viel wärmer und fröhlicher und wartet mit Hits wie ‘Cinnamon’, ‘Blue Diamonds’ und ‘Scared Straight’ auf, die natürlich keine Hits geworden sind. Das neue Album knüpft nahtlos mit ebenbürtigen “Hits” wie ‘Fire Island, AK’, ‘Teaspoon’, ‘Ultimatum’ (bekannt von der gleichnamigen EP) und ‘Sky Is Open’ an und hat die Leichtigkeit, die die Vorgänger so nicht hatten. Klar kann jetzt jeder selbst entscheiden, ob ihm diese Leichtigkeit mehr liegt als der vorherige melancholische Faden, der hier nur noch selten durchscheint. Sänger und Songschreiber John Roderick hat uns natürlich sein mehr als charismatischen Gesang wieder mitgebracht und ihn kann man wirklich aus Millionen von Sängern immer heraus hören. Klar sind The Long Winters natürlich auch sehr von eben diesem geprägt und gepaart mit seinem Charme wird das dann besonders live zu einem wunderschönen Erlebnis. Neben der Tatsache, dass das Album vier Bonustracks bietet, ist “Putting The Days To Bed” eines der besten Spätsommeralben geworden. Am 31.10. präsentieren wir die Long Winters dann auch live im Rahmen von “About Songs” im Grünen Jäger zu Hamburg. (Munich Records)
Kategorie: About Albums
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Moni am 28. Oktober 2006, 15:40
Dass Cinnamon im Radio nicht auf und ab läuft, is schon eine Schande…
anyway: yay Grüner Jäger * hinkommen/anreisen werd *!