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Veröffentlichung: 22. August


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The Black Keys - Brothers



Kaum zu glauben, dass “Brothers” schon das 6. Album des dynamischen Bluesrock-Duos aus Akron in Ohio ist. Noch weniger zu glauben, dass es da draußen Kritiker gibt, die meinen, dass es vielleicht einen Rückschritt zum bisherigen Schaffen darstellen mag, für mich eine völlig unbegründete Fehleinschätzung. Genauso wie die Tatsache, dass man die Musik der Black Keys nur zu bestimmten Situationen, wie z.B. im Auto, hören kann, auch wenn es zugegeben ein Heidenspaß ist.

Neu sind die nun noch wesentlich deutlicher auftretenden “Old-Soul”-Einflüsse wie auf dem Opener ‘Everlasting Light’ oder ‘The Only One’, die man auch schon von My Morning Jacket, den “Brüdern” im Geiste, kennt und in denen Dan Auerbach seine Stimme in entsprechende Höhen treibt, die irgendwie schon einen Kontrast zu den männlicheren Blues-Rock-Nummern darstellen.

Textlich geht es auf “Brothers” um wahre Liebe, verhinderte Liebe, falsche Liebe und andere Schattierungen der Liebe. Dies meist vorgetragen in höchster Intensi- und Emotionalität, die hoffentlich nicht nur uns Männern Gänsehaut beschert. Eigentlich möchte ich hier auch nicht auf einzelne Songs eingehen, denn “Brothers” ist als Gesamtwerk zu hören und ein paar Bierchen in der Sonne unterstreichen die Genialität nur noch, auch wenn dieses Album immer verdammt gut ist.

The Black Keys kredenzen uns mit “Brothers” nicht nur ihr bisher bestes Album und auch nicht nur eines der besten Alben des Jahrs 2010, sondern überhaupt eines der besten Alben dieses “Genres”, auch wenn viele Kritiker für das Leben mit diesem Album einfach noch zu jung sein dürften. (V2)

PS: Ok, vielleicht doch noch kurz die besten Songs: ‘Next Girl’ – ‘Howlin’ For You’ – ‘The Only One’ – ‘Ten Cent Pistol’ – ‘Too Afraid To Love You’

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"About Songs" morgen wieder auf Byte FM



Alle vier Wochen gibt es “About Songs” auch im Radio und so hoffe ich, dass ihr am morgigen MITTWOCH wieder dabei seid.

Wie immer natürlich um 23 Uhr auf Byte FM.

hier zu hören und natürlich freue ich mich, wenn ihr wieder “einschaltet” und bin für jedes Feedback dankbar.

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Danger Mouse and Sparklehorse - Dark Night Of The Soul



Natürlich hat dieses Album eine Geschichte, die viele Magazine zurecht thematisieren, auch wenn sie leider recht wenig über die Musik des Albums berichten, aber das ist dann wohl exemplarisch für die heutige Musikjournaille, wo Geschichten eine wesentlich größere Rolle einzunehmen gedenken als die Musik.

Kommen wir also zunächst zur Geschichte dieses Albums…

Zum einen steht hier der Vorwurf an das Major Label EMI, das dieses bereits vor einem Jahr fertig gestellte Werk eigentlich gar nicht veröffentlichen wollte, nun aber doch tut. Warum?
Nun kommt die tragische Komponente dazu, denn der wunderbar düstere Songwriter Mark Linkous (=Sparklehorse) hat sich am 6. März dieses Jahres durch einen Schuß ins Herz das Leben genommen. Unverstanden vom Leben und Label fühlte er sich mit seiner Band allerdings schon länger und so wurde den zum Teil großartigen Sparklehorse-Alben, vor allem “It’s A Wonderful Life”, nie die Beachtung geschenkt, die ihm nun nach seinem tragischen Tod zuteil wird.
Damit nicht genug, denn mit dem Verscheiden des zum Zynismus neigenden Songwriters Vic Chesnutt, hier war es eine Überdosis an Medikamenten, spielt auf “Dark Night Of The Soul” noch ein anderer Tod eine traurige Rolle.

Kommen wir nun also zur Musik!

Die 13 Songs wurden alle von den beiden Namensgebern geschrieben und dann ohne Texte an mögliche Interpreten geschickt, die aus den verschiedensten Bereichen kommen und dieses dunklen Soundtrack des Lebens bzw. des Todes veredeln. Mit am verwunderlichsten ist dabei die Tatsache, dass die Musik, im Gegensatz zu den meisten Texten, weniger düster anmutet und man fast schon von einer leichten und schönen Melancholie sprechen kann.

Der Opener ‘Revenge’ von den Flaming Lips zählt gleich zu den besten Songs und steht völlig zurecht am Beginn, auch wenn ein wenig Wehmut aufkommt, denn diese songwriterische Qualität haben sie auf ihren eigenen Alben seit “The Soft Bulletin” nicht mehr erreichen können. ‘Just War’ mit Gruff Rhys (Super Furry Animals) schließt sich der sphärischen Homogenität nahtlos an und natürlich ist es toll, die Stimme von Jason Lytle (Grandaddy) auf ‘Jaykub’ und ‘Everytime I’m With You’ gleich zweimal zu hören.

Mit ‘Little Girl’ von Julian Casablancas (The Strokes) wird es dann etwas einfacher, bevor uns Black Francis (Pixies) mit ‘Angel’s Harp’ und Iggy Pop mit ‘Pain’ aus dem Schwelgen reißen und das unnötige Rockbrett rausholen.

Aus diesem kleinen und fast nicht der Rede werten Qualitätsloch holt uns dann James Mercer (The Shins & gerade mit Danger Mouse auch das Projekt Broken Bells) mit seinem wundervollen Gesang und dem Song ‘Insane Lullaby’ raus, bevor dann Mark Linkous himself zum Mikro greift und gemeinsam mit der wunderbaren Nina Persson (The Cardigans) noch mal bestätigt, dass ‘Daddy’s Gone’ ist. Traurig!

Kurz vor Schluß darf dann die fast schon verschollen geglaubte Suzanne Vega zu ‘Man Who Played God’ reüssieren und Vic Chestnutt folgt Herz zerreißend mit ‘Grim Augury’. Auslkingen tut das Ganze mit der Stimme von Regisseur David Lynch, der im übrigen auch für das Artwork, Fotografien und anderen konzeptionellen Dingen verantwortlich war.

“Dark Night Of The Soul” wird trotz seiner Geschichte weniger was für den Mainstream-Mob da draußen sein, aber allen MUSIKLIEBHABERN als ein sehr würdiger Abschluss dieser dramatischen Geschichte erscheinen. (EMI)

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Der Urlaub des kleinen Mannes



Ach, was ist das für eine schön Zeit! Es ist WM, es ist sonnig und (zu) warm und das Bier schmeckt so gut wie schon lange nicht mehr. Es ist Urlaub!

Nein, nicht der Urlaub, wo man gestresste Reisestrapazen auf sich nehmen muss, sich über schlechtes Essen, andere (deutsche) Urlauber oder Chlor im Trinkwasser aufregt, sondern der Urlaub, wo man sich in seinen eigenen Wänden einen Lenz macht und auf die leider zum Teil unterdurchschnittlichen Spiele vorbereitet. Dann geht man auf das Fan Fest hier in Hamburg – was? Das ist doch total prollig und voll….

Nein, ist es nicht! Klar bin ich meistens voll, aber ansonsten ist es mehr als entspannend, zumindest wenn man die Deutschlandspiele außen vor lässt, aber die gucken Fussi-Fans ja eher in privaterem Anti-Hype-Ambiente. Ansonsten verirren sich ein paar hundert entspannte Menschen auf dieses Fest, man steht nicht lange beim Bier an, fachsimpelt mit Freunden oder Bekannten und weiß doch alles besser – das ist Urlaub.

Natürlich hat auch jeder Urlaub seine Längen und so ist die Überbrückung von den Nachmittags- zu den Abendspielen schon öfter eine Herausforderung, die auch mal im Absturz enden kann, aber diese Zeit ist ja jetzt eh vorbei, denn jetzt gibt es ja nur noch ein paar Abendspiele und diese sind dann leider wieder “normal” und haben eher wenig mit Urlaub zu tun, so dass sich dieser leider abrupt dem Ende nähert und wie nach jedem Urlaub fällt man in ein Loch und fragt sich, was mache ich denn da mit meinem Leben eigentlich.

Trotzdem ist mein WM-Urlaub eine wahre Wonne, vor allem wenn ich dann Leute treffen, die ein Stück von meinem Urlaubskuchen haben wollen und sich (wie immer) beschweren, dass sie viel zu tun hätten. Tja, das nenne ich falsches Setzen von Prioritäten, denn diese WM-Oase ist sogar besser als jeder Urlaub, auf den sich derartige Menschen dann wieder ein Jahr freuen und dann doch nur genannte Problem erleben.

Also, für all jene, die Tipps über den nächsten WM- bzw. EM-Urlaub haben wollen, stehe ich jederzeit zur Verfügung und kann nur sagen, dass Nichterleber gar nicht wissen, was ihnen entgeht….

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"About Songs" morgen wieder auf Byte FM



Alle vier Wochen gibt es “About Songs” auch im Radio und so hoffe ich, dass ihr am morgigen, spielfreien MITTWOCH wieder dabei seid. Diesmal habe ich euch viele neue Bands mitgebracht, die u.a. auf die Namen Funeral Party, Hey Marseilles, Hey Hey My My oder The Strange Death Of Liberal England hören.

Wie immer natürlich um 23 Uhr auf Byte FM.

hier zu hören und natürlich freue ich mich, wenn ihr wieder “einschaltet” und bin für jedes Feedback dankbar.

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