"About Songs" heute wieder auf Byte FM
veröffentlicht am 11. Januar 2012 von Jörg
So, das neue Jahr ist da und da es mir recht schwer fällt, mit Gewohnheiten zu brechen, geht es mit “About Songs” auf Byte FM alle vier Wochen weiter.
Wie versprochen oder angedroht, je nach Sichtweise halt, diesmal mit den besten Alben des Jahres 2011, das sicher nicht als ein sehr gutes in die Musikhistorie Einzug halten wird, aber natürlich gab es trotzdem ein paar schöne Alben…
Also, wie immer heute um 23 Uhr, damit ihr besser schlafen könnt.
hier zu hören und natürlich freue ich mich, wenn ihr wieder “einschaltet” und bin für jedes Feedback dankbar.
Kategorie: About Songs Radio Show
Kommentare
Die besten Alben des Jahres!
veröffentlicht am 29. Dezember 2011 von Jörg
So, es ist wieder soweit, meine “besten Alben des Jahres” zu verkünden, in der Hoffnung, dass es den einen oder anderen interessieren mag. Wenn ich mich recht erinnere, fiel es mir im letzten Jahr schon nicht leicht und ich beschrieb 2010 als ein durchschnittliches Musikjahr. Dies als Maßstab genommen, gilt das noch viel mehr für das Jahr 2011, denn ich habe ewig gebraucht, um mich für meine Bestenliste zu entscheiden und so sind hier 3-4 Alben gelandet, die ich in einem wirklich starken Jahr sicher nicht dabei gehabt hätte.
Natürlich sind die neuen Alben der Fleet Foxes oder der Black Keys zum Beispiel ziemlich klasse, aber leider können sie auch nicht wirklich mit den jeweiligen Vorgängern mithalten.
Sei es drum, immerhin sind dann doch noch 11 Alben zustande gekommen, die ich durchaus empfehlen kann, auch wenn drei dieser (Middle Brother, Typhoon, The Lonely Forest) bei uns noch nicht mal offiziell erschienen sind, welch Frevel!
Wie immer lasse ich mir ein bisschen Statistik nicht nehmen: 9 der 11 Alben stammen von amerikanischen Bands – übrigens “nur” 4 aus dem von mir doch so geliebten Nordwesten der USA – Ausnahmen bilden die Turtles (Deutschland) und natürlich die gute Frau Harvey. Zwei befinden sich auf einem Major-Label, d.h. “support the indies” hätte wieder groß geschrieben werden können. Es hat endlich mal wieder eine Frau mit einem Album geschafft, der Verfasser dieser Zeilen hat mit La Dispute auch mal wieder etwas härteres zu würdigen gewusst, es fehlt ein reines Singer/Songwriter-Album in dieser Liste und wie schon erwähnt, kommen die Europäer dieses Jahr noch kürzer.
So, hier nun endlich die Liste, wie immer in alphabetischer Reihenfolge und natürlich freue ich mich immer über Kommentare:
Black Keys, The – El Camino
Felice Brothers, The – Celebration. Florida
Fleet Foxes – Helplessness Blues
PJ Harvey – Let England Shake
La Dispute – Wildlife
The Lonely Forest – Arrows
Middle Brother – Middle Brother
Mister Heavenly – Out Of Love
Talking To Turtles – Oh, The Good Life
Typhoon – Hunger And Thirst
Waters – Out In The Light
Übrigens werde ich diese Alben dann natürlich in meiner nächsten “About Songs”-Sendung, am 11.01. um 23 Uhr, wieder auf www.byte.fm nochmals entsprechend würdigen.
Kategorie: About Albums
Kommentare
"About Songs Christmas Tour" Part IV
veröffentlicht am 20. Dezember 2011 von Jörg
Es ist geschafft! Wir haben Montagabend, ich sitze auf dem hemischen Sofa und lasse die Tour vor meinem Auge Revue passieren.
Beim Feindesland Bremen waren wir stehen geblieben und zunächst fiel es uns etwas schwer, besagten Club “Zollkantine” zu finden, denn bei der angegebenen Adresse fand sich irgendwie nichts außer ein alter, häßlicher Klotz von Bürogebäude, der es jawohl nicht sein konnte. Kurz mit dem lokalen Booker gesprochen und schon luden wir das Equipment in eben diesen alten, häßlichen Klotz. Der Konzertraum hatte dann zum Glück durchaus seinen Charme und es gibt halt auch Leute, die einen Raum mit Liebe und Ideen füllen und so fühlten wir uns alle ziemlich wohl, auch wenn der ohnehin nicht große Raum eher leer bleiben sollte, aber vielleicht wussten in Bremen zu viele, dass ich aus Hamburg komme….
Wohl eher nicht und ich stehe ja außerdem nur 1 Minute zur “Eröffnungsrede” auf der Bühne. Da dieser Gig auch gleichzeitig die Weihnachtsfeier eines 400-köpfigen Vereins war, von dem ca. 4 Leute kamen, was ja in der Facebookgeneration ja schon fast ein guter Schnitt ist, waren den “meisten” die Künstler unbekannt, aber diese Probe wurde mit Bravour genommen und Zugaben durften auch gespielt werden.
Der vorletzte Tourtag führte dann nach Hannover, was uns Hamburger ja schon mal etwas näher ist. Da wir hier noch auf einer Designmesse spielen sollten, mussten wir erfrischend rechtzeitig los. Kaum angekommen und festgestellt, dass die Band im Verkaufsraum spielen sollte und das nicht wollte, wurde nach Alternativen gesucht und letztlich war die kleine Performance zwischen jungen und weniger jungen Designern dann noch ganz ok, auch wenn der Großteil wohl eher selten mit Musik über das Radio hinaus in Berührung kam.
Endlich folgte dann die Show im Feinkost Lampe, wo ich doch schon so viel von gehört hatte. Wir wurden sehr nett behandelt und so entschied ich mich gleich noch die Nacht im Backstageraum zu verbringen, damit die Musiker in Ruhe in der Künstlerwohnung nächtigen konnten und ich auch mal meine kleine Ruhe bekam.
Feinkost Lampe ist ein sehr schöner, kleiner Laden, der schon recht nahe an den Charme “meiner” Hamburger Hasenschaukel heran kommt, wenn auch nicht ganz…
Die Show war mehr als ausverkauft und gleichzeitig die erste, bei der ich so furchtbar viel nicht sehen konnte. Mein Trost bestand in vielen Bieren, die ich mir eigenhändig aus dem Kühlschranken nehmen konnte, wo ich auch genug Platz, nur halt schlechte Sicht, hatte.
Nach einer doch eher schlechten Nacht war Sonntag, der Tag des Tourendes, und obwohl alle sehr geschafft und müde waren, freuten wir uns auf die heimelige Nachmittagsshow und das dann folgende Sofa am Abend. Zumindest für mich, denn die Musiker mussten sich gleich nach der Show auf die diversen Heimwege machen.
Natürlich ließ ich es mir nicht nehmen, bei Glühwein und Bier ein paar Platten aufzulegen und da die Hasenschaukel aus allen berühmten Nähten platzte, war es ein intimer und sehr emotionaler Auftritt und ich hatte gleich zwei Mal wirklich Tränen in den Augen, was wohl aus Alkohol, Schlafmangel sowie dem tollen ‘Monster’s Teeth’ der Turtles und dem abschließenden Cindy Lauper – Cover ‘Girls Just Want To Have Fun’ von Simon resultierte. Das Publikum war vor Begeisterung auch sehr aus dem Lebkuchenhäuschen und wenn es vielleicht auch nicht die beste war, so war es für mich die vielleicht emotionalste und ein mehr als schöner Tourabschluss.
Kategorie: About Shows
Kommentare
"About Songs Christmas Tour" Part III
veröffentlicht am 16. Dezember 2011 von Jörg
Wer mich kennt, weiß ja, dass mir meist ein fast ungesundes Selbstbewusstsein innewohnt und so lag ich mit meiner Einschätzung zu Oberhausen schon ziemlich richtig, denn es war die (bisher) mit Abstand schlechtest besuchte Show und schon bei den knapp 40 Anwesenden fiel mir auf, dass mir keiner auffiel. Die Leute im Druckluft waren schon nett, nur wird dem Club wohl bald die (Druck-)Luft ausgehen.
Die Musiker taten Ihr Bestes, aber auch ein Trio aus Bob Dylan, Neil Young, der ja immerhin mit irgendwie auch durch das Cover von Björn Kleinhenz da war, und Tom Petty hätte dieses Ruhrpottvolk nicht aus ihrer Depression gerissen. Jemand meinte noch, dass Oberhausen die ärmste Stadt Deutschlands ist, nur sollte man doch dieses Armsein mit stolz geschwellter Brust hinaus schreien und nicht mit in seine fensterlose Einzimmerwohnung nehmen, oder? Trotzdem war dieser Gig wohl von allen Seiten der bisher schwächste.
Vielleicht neige ich dazu, hier und da etwas zu schwarz zu malen, aber nee, in Oberhausen werde ich wohl nicht meinen nächsten Urlaub verbringen. In Bielefeld zwar auch nicht, aber auch wenn uns selten schönes Wetter begleitet – mich ohnehin nicht – so lagen zwischen den beiden Auftritten Welten. Der Sound war phantastisch, das Publikum eigentlich auch und die Musiker hatten zurecht Spaß, dem man vor allem Simon immer ansieht und einfach mitlächeln muss. Auch Flo bekam sein “verschmitztes Grinsen”, so ein Zuschauer, nicht aus dem Gesicht und ist er entspannter, macht er mehr Ansagen und das Publikum ist auch entspannter.
Vielleicht sollte ich hier erwähnen, dass ich die “Band” immer kurz ansage, um auch das Konzept von “About Songs” latent zu erklären und im Gegensatz zu sonst halte ich mich auf der Bühne im Scheinwerferlicht meist kurz, denn ich merke immer wieder, dass ich gerne rede und diskutieren, am liebsten auch mit Leuten (!), nur ist die Bühne nicht mein bevorzugtes Medium, was schade ist, da ich doch so vieles zu erzählen hätte, z.B. was About Songs ist, was der Unterschied zwischen deutschen und amerikanischen Musikern ist, warum die Musikkultur in England anders gelebt wird, was unser Sicherheitsnetz für die Kunst bedeutet und und und.
Nach Schneeregen und Sturmböen sind wir jetzt übrigens im Feindesland Bremen angekommen und schon klar, dass mich hier nicht die Sonne mit offenen Armen empfängt, denn in die Falle wäre ich auch bestimmt nicht getappt. Dass sich der Tourtross nun im Norden befindet, bedeutet auch, dass die Tour sich dem Ende entgegen neigt, denn morgen stehen noch zwei (!) Hannover-Shows und am Sonntag die Abschlussshow in der Hamburger Hasenschaukel an. Natürlich müsst ihr auf mein Resümee noch etwas warten, denn in Teil IV geht es erstmal um das Schildern der letzten Toureindrücke und nach Oberhausen müssen wir ja nicht wieder zurück…
Kategorie: About Shows
Kommentare
"About Songs Christmas Tour" Part II
veröffentlicht am 13. Dezember 2011 von Jörg
Kaum zu glauben, aber nun liegt schon die halbe Tour quasi hinter uns und während ich diese halbgaren Zeilen schreibe, sitze ich in dem wunderschönen Walhalla in Wiesbaden beim Soundcheck und schaue auf Kronleuchter und Stuck und freue mich auf eine schöne Show in schönem Rahmen, aber dazu später mehr, denn hier ist erstmal der Rückblick der Tage nach Berlin.
Mit Erfurt stand eine Stadt auf dem Plan, in der ich noch nie war und der etwas skuril klingende Club Franz Mehlhose empfing uns mit offenen und warmen Armen. Das war zunächst den Clubbetreibern Ralf & Philipp und später dem Publikum zu verdanken, das fast schon in Scharen zum Konzert strömte. Das Set war ein Gutes, die Band war gut drauf, ich demnach auch, denn ich konnte noch eine Fussi-Kneipe finden, in der ich mich vor dem Soundcheck, der für Nichtbeteiligte an Langeweile schwer zu überbieten ist, verstecken konnte. Gerade fängt Simon übrigens mit dem Soundcheck (s.o.) an und wer weiß, welches Lied so geht “yeah, yeah, oh yeah, yeah, oh yeah, yeah, yeah, yeah, yeah, yeah, yeah, yeah, yeah”, der kann hier gleich mal die “About Christmas Songs”-CD gewinnen – Mail einfach an joerg@aboutsongs.de.
Nach ein paar Bierchen ging es dann irgendwann ins kalte Bett und am nächsten Tag nach Göttingen, wo ich auch noch nie war und wo uns u.a. eine 2-stündige Radio-Show erwartete, was mir ja immer sehr viel Spaß macht, da ich weniges mehr liebe als Leuten Songs, die ich liebe, um die Ohren zu hauen.
Die Fahrten sind übrigens erfreulich unspektakulär und es ist immer wieder erstaunlich, dass Musiker doppelt so lange schlafen können wie wir Normalsterblichen und das auch noch in allen (Lebens-)Lagen. Außerdem weiß ich nicht wie ich auf den Gedanken komme, dass Musiker mindestens so viel Musik hören wie ich als Fan von Musik. Dass dem gar nicht unbedingt so ist, musste ich in unserem Auto lernen, denn mein dynamisches CDs-Einwerfen und noch dynamischeres Mitsingen wurde eher mit Missachtung bestraft. Zunächst ob der Tatsache leicht beleidigt, entwickelte ich eine mir selten inne wohnende Entspanntheit und nahm die Tatsache ohne große Diskussionen und schnell verrauchendem Groll hin.
Die Show fand im bestuhlten Apex statt, was einigen in der 5er Combo gefällt, anderen weniger und mir nur, wenn ich einen Stuhl abbekomme, was leider nicht der Fall war. Klar könnte ich mich darüber aufregen, dass niemand für einen etwas älteren Herren mehr aufstehen mag, aber diese Aufregung lass ich noch potentiell anwachsen und irgendwann wird sie sich mal so richtig entladen. Wenn die Erfurter jetzt erfahren würden, dass die Show in Göttingen um knapp 30 Minuten länger war, würde es Klagen hageln und deswegen behalte ich das auch lieber für mich.
So, dann ging es am nächsten Morgen bei grauenhaftem Wetter und schönster Musik, die ich als Fahrer natürlich selbst aussuchte, mal kurz nach München, wo ein guter Abend im Cord folgte, was in München wohl die größte Annäherung an einen Indie-Club darstellt, für meine Verhältnisse aber eher gemütlich-geleckt aussah. Der schnöselig-arrogante und ziemlich doofe Barkeeper ärgerte mich nur kurz mit dem Versuch eines kleinen “über das Ohr Hauens” (Ohr hauen hat es mir gerade angetan, s.o.), aber nicht mit mir, denn wir wollen ja Spaß haben. Ansonsten fand ich Show und Publikum aber schön und es war auch schön, den anderen Freund oder noch werdenden Freund mal (wieder) zu sehen.
Die angenehme Reisegrippe, hust, begibt sich morgen dann auf den Weg in das eher hässliche Oberhausen, aber dazu dann am Donnerstag mehr…
Kategorie: About Shows
Kommentare [1]

